Den Tracker zu einem sichtbaren Hinweis machen

Platziere den Tracker dort, wo du ihn siehst, damit er sowohl erinnert und anregt als auch aufzeichnet.

Why it works

Ein Tracker im Sichtfeld leistet doppelte Arbeit: Er zeichnet die Vergangenheit auf und regt die Zukunft an. Ein sichtbarer Kalender oder eine App auf dem Startbildschirm bringt die Gewohnheit im richtigen Moment zurück in die Aufmerksamkeit und reduziert die Abhängigkeit vom Erinnern. Außer Sichtweite verliert selbst ein gewissenhaft geführter Tracker seine anregende Kraft.

How to do it

  1. Positioniere den Tracker im Weg des Verhaltens (die Küche für eine Wassergewohnheit, den Schreibtisch fürs Schreiben).
  2. Halte ihn extrem einfach, sodass Prüfen und Markieren nur Sekunden dauert.
  3. Falls digital, platziere ihn dort, wo du ohnehin schon hinschaust, nicht vergraben in einem Ordner.

Evidenz

Im Einklang mit Forschung zu hinweisbasierter Gewohnheitsbildung und Choice Architecture: auffällige, gut platzierte Hinweise erhöhen zuverlässig die Verhaltensweisen, die sie anregen. Der Tracker als doppelter Hinweis ist eine direkte Anwendung dieses etablierten Prinzips. (mechanistic)

Ein sichtbarer Hinweis regt das Verhalten an, garantiert es aber nicht; Platzierung hilft beim Beginnen, nicht bei der zugrunde liegenden Motivation.

Quellen

  • Lally et al. (2010), context cues and habit formation, European Journal of Social Psychology

Häufiger Fehler

Einen Tracker in einer App zu nutzen, die man selten öffnet, sodass er Geschichte aufzeichnet, aber das Verhalten im Moment nie anregt.

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