High-Context- und Low-Context-Kommunikation

Warum zwei Menschen beide klar kommunizieren können und sich trotzdem völlig verfehlen

High-Context vs. Low-Context-Kommunikation: Der Unterschied

Edward Halls High-Context/Low-Context-Modell beschreibt zwei Pole darin, wie Kulturen und Einzelpersonen Bedeutung kodieren. Low-Context-Kommunikation verlässt sich auf explizite, wörtliche Aussagen; die Bedeutung liegt in der Nachricht selbst. High-Context-Kommunikation verlässt sich auf gemeinsamen Hintergrund, Beziehung und Andeutung; die Bedeutung liegt im Kontext um die Nachricht herum. Eine Nichtübereinstimmung dieser Stile – häufig in interkulturellen und gemischten Teams – erzeugt Missverständnisse, die keine Seite dem Stil zuschreibt, was die Klärung erschwert.

Edward Hall führte das High-Context/Low-Context-Modell 1976 in Beyond Culture ein, um systematische Unterschiede in der kulturellen Kommunikation zu erklären. Low-Context-Kommunizierende – häufiger in nordeuropäischen und nordamerikanischen Kulturen – erwarten, dass Bedeutung direkt ausgesprochen wird. High-Context-Kommunizierende – häufiger in ostasiatischen, nahöstlichen, lateinamerikanischen und afrikanischen Kulturen – erwarten, dass Bedeutung aus Beziehung, Tonfall und Kontext erschlossen wird. Die Nichtübereinstimmung erzeugt spezifische, vorhersehbare Fehldeutungen auf beiden Seiten. Die Praktiken hier wenden Halls Modell auf reale Interaktionen an.

Übungen

Übe das mit IX Coach

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