Closeness-Communication Bias (Nähe-Kommunikations-Verzerrung)

Die gut erforschte Illusion, dass uns die Menschen, die uns am besten kennen, auch am besten verstehen

Warum kommunizieren wir schlechter mit Menschen, die uns nahestehen?

Der Closeness-Communication Bias ist die Tendenz, mit Menschen, die wir gut kennen, weniger sorgfältig zu kommunizieren, weil wir annehmen, sie würden uns verstehen — schließlich kennen sie uns. Boaz Keysar und Kollegen zeigten in kontrollierten Experimenten, dass Nähe die Kommunikationsgenauigkeit tatsächlich nicht verbessert — sie erhöht nur die Zuversicht, verstanden worden zu sein, wodurch eine Kluft zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Klarheit entsteht, die in unseren wichtigsten Beziehungen am größten ist.

Mit Fremden kommunizieren wir am sorgfältigsten, mit den Menschen, die uns am wichtigsten sind, am nachlässigsten. Der Psychologe Boaz Keysar zeigte in seiner Forschung, dass Menschen überschätzen, wie gut nahestehende Personen sie verstehen — weil Nähe die Zuversicht erhöht, ohne das tatsächliche Verständnis zu erhöhen. Diese Verzerrung erzeugt eine besondere Art von Beziehungsschaden: Jeder Partner glaubt, klar kommuniziert zu haben, und beide irren sich auf eine Weise, die genau zu Groll und Missabstimmung führt. Die folgenden Übungen setzen direkt an dieser Lücke an.

Übungen

Übe das mit IX Coach

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