Lege eine Erhöhung vorab fest, bevor du sie anfasst

Lenke einen festen Prozentsatz jeder Einkommenssteigerung in Ersparnisse, bevor er dein Ausgabenkonto erreicht.

Why it works

Lifestyle Creep passiert automatisch, wenn neues Einkommen in ausgabenzugängliche Konten gelangt und das neue Niveau schnell zum Referenzpunkt wird. Die Erhöhung vorab festzulegen – idealerweise durch automatische Umleitung, bevor der Gehaltsscheck ankommt – bedeutet, dass das höhere Einkommen nie zur neuen Ausgaben-Grundlinie wird. Der Hebel: Hedonische Anpassung passt sich an das Einkommensniveau an, das die frei verfügbaren Ausgaben erreicht, nicht an das Bruttoeinkommen.

How to do it

  1. Richte bei bestätigter Erhöhung oder Bonus sofort eine neue automatische Überweisung auf Spar- oder Anlagekonten für mindestens die Hälfte der Netto-Steigerung ein.
  2. Leite die Überweisung um, bevor der erste Gehaltsscheck zum neuen Satz ankommt, sodass das Ausgabenkonto den Unterschied nie sieht.
  3. Erlaube eine vordefinierte, moderate Steigerung der frei verfügbaren Ausgaben (z. B. 20 % der Erhöhung), um den Zugewinn zu genießen, ohne ihn ganz zu verbrauchen.

Evidenz

Die Save-More-Tomorrow-Forschung (SMarT) fand, dass die vorab festgelegte Zuweisung künftiger Einkommenssteigerungen – konkret: Erhöhungen vor Erhalt der Ersparnis zuzuweisen – zuverlässig die Sparquote erhöhte, mit minimalem Widerstand, weil der aktuelle Konsum nicht reduziert wurde. (rct)

Die ursprünglichen Studien waren im Kontext betrieblicher 401(k)-Pläne; das Prinzip gilt breiter, aber der Widerstand variiert je nach Kontotyp und Arbeitgebersystem.

Quellen

  • Thaler & Benartzi (2004), "Save More Tomorrow," Journal of Political Economy

Häufiger Fehler

Zu planen, „mehr“ zu sparen, nachdem die Erhöhung eingetroffen ist, und dann zu entscheiden, was vom Rest übrig bleibt – die Ausgaben-Grundlinie passt sich sofort an, und es bleibt nichts übrig.

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