Stelle es in den Maßstab des Ganzen

Setze dein Problem in die Größe des Universums und die Kürze aller menschlichen Zeit.

Why it works

Marcus weitet den Rahmen ständig – ganze Kontinente, alle aufgezeichnete Zeit, die Menschen, die uns bald alle vergessen werden. Den räumlichen und zeitlichen Maßstab zu vergrößern schrumpft die scheinbare Größe des unmittelbaren Problems und unterbricht den Tunnelblick des Stresses, in dem die aktuelle Sorge das gesamte Blickfeld ausfüllt.

How to do it

  1. Stell dir deine Situation von weit oben vor – die Stadt, den Kontinent, den Planeten.
  2. Setz sie dann in die Zeit: Ein Jahrhundert von jetzt an, wer erinnert sich daran, und rangiert es noch?
  3. Kehr zurück und bewerte die tatsächliche Größe des Problems neu – wähl dann eine angemessene Handlung.

Evidenz

Ordnet sich in die Construal-Level- und Selbstdistanzierungsforschung ein: Eine distanzierte, weiträumigere Perspektive auf einen Stressor senkt zuverlässig emotionale Reaktivität und reaktives Denken. (observational)

Selbstdistanzierung ist gut erforscht; die spezifische „kosmische Sicht“-Bildlichkeit ist das stoische Transportmittel. Übermäßig genutzt kann Distanzierung zur Vermeidung eines Problems werden, das Handeln erfordert.

Häufiger Fehler

Vom Maßverhältnis in nihilistisches „nichts zählt“ abzugleiten. Die stoische Bewegung endet in ruhigerem, angemessenem Handeln – nicht darin, Dinge abzutun, die wirklich etwas von dir verlangen.

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