Gefühle erkennen und ausdrücken

Benennen Sie die tatsächliche Emotion darunter, getrennt von Gedanken, die sich als Gefühle tarnen.

Why it works

Aussagen wie "ich fühle mich ignoriert" sind Interpretationen des anderen, keine Gefühle, und sie fordern zum Widerspruch heraus. Das Benennen der echten Emotion ("ich bin verletzt", "ich bin ängstlich") funktioniert, weil Affektbenennung selbst die emotionale Intensität senkt und weil ein echtes Gefühl, das man besitzt statt es dem anderen zuzuschieben, viel schwerer zu bestreiten ist.

How to do it

  1. Halten Sie inne und fragen Sie, was Sie tatsächlich im Körper fühlen.
  2. Unterscheiden Sie echte Gefühle von getarnten Urteilen ("ich fühle mich missachtet" = ein Gedanke).
  3. Nutzen Sie ein Gefühlsvokabular, um über "gut/schlecht" hinaus präzise zu werden.
  4. Übernehmen Sie es mit "ich fühle..." statt "du machst, dass ich fühle..."

Evidenz

Affektbenennung – Gefühle in Worte fassen – hat experimentelle Belege dafür, dass sie emotionale Reaktivität senkt, und das Besitzen von Emotionen ist ein fester Bestandteil validierter Kommunikationstrainings. (observational)

Der Affektbenennungseffekt ist real, aber moderat; seine Anwendung speziell innerhalb der GFK ist weniger direkt untersucht.

Häufiger Fehler

"Ich fühle, dass du..." oder "ich fühle, du..." zu sagen – das sind Urteile im Gewand eines Gefühls, und sie lösen genau die Abwehrhaltung aus, die GFK vermeiden will.

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