Antizipiere die Reaktionen anderer

Effekte zweiter Ordnung entstehen oft daraus, wie Menschen auf deinen ersten Zug reagieren.

Why it works

Viele Konsequenzen sind nicht mechanisch, sondern sozial: Eine Preissenkung lädt zu einer tieferen Senkung der Konkurrenz ein, eine neue Regel lädt zu Umgehungen ein. Denken erster Ordnung modelliert eine statische Welt; Denken zweiter Ordnung modelliert Akteure, die reagieren, wo das tatsächliche Ergebnis entschieden wird. Den Gegenzug zu modellieren korrigiert die Illusion, dass die Welt stillsteht, nachdem du gehandelt hast.

How to do it

  1. Identifiziere, wer sonst von deiner Entscheidung betroffen ist oder sie mitbekommt.
  2. Frage bei jedem, wie ein rationaler (oder emotionaler) Akteur reagieren würde.
  3. Bewerte deinen Zug neu unter der Annahme, dass diese Reaktionen tatsächlich eintreten.

Evidenz

Fundiert in spieltheoretischem Denken und in Forschung, die zeigt, dass Menschen bei der Vorhersage von Ergebnissen oft die wahrscheinlichen Reaktionen anderer vernachlässigen. Die Anwendung ist eine Heuristik, keine klinische Intervention. (mechanistic)

Die Tendenz, Reaktionen anderer zu ignorieren, ist dokumentiert; „Reaktionen antizipieren“ als Protokoll ist darauf aufbauender Denkrat.

Quellen

  • Strategic / game-theory reasoning; research on failure to account for others’ adaptive responses

Häufiger Fehler

Anzunehmen, dass alle anderen passiv bleiben, nachdem du handelst, sodass dein Plan gegen eine Welt gut aussieht, die tatsächlich nicht stillstehen wird.

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