Kämpft gegen das Problem, nicht gegeneinander

Richte Konflikt so aus, dass beide Partner sich gemeinsam dem Problem stellen, statt sich gegenseitig gegenüberzustehen.

Why it works

Wenn Konflikt als Partner-gegen-Partner gerahmt wird, aktiviert sich das Bedrohungserkennungssystem vollständig: Die andere Person wird zur Gefahr. Der Wechsel zu „wir gegen das Problem“ ändert, wer das Ziel von Bedrohungsreaktionen ist. Das ist teils ein kognitives Reframing (die Erzählung ändern) und teils ein physisches – buchstäblich nebeneinander statt gegenüber zu sitzen kann lesen, wie der Körper Bedrohung liest, verändern. Sicher funktionierende Paare nutzen Konflikt als Information darüber, was sich ändern muss, nicht als Wettbewerb, den es zu gewinnen gilt.

How to do it

  1. Benenne das externe Problem explizit: „Das Problem ist unser Zeitplan, nicht du oder ich.“
  2. Positioniert euch bei der Diskussion eines wiederkehrenden Konflikts physisch nebeneinander.
  3. Fragt „Was brauchen wir, um das zu lösen?“ statt „Warum hast du das getan?“
  4. Vereinbart eine kurze Phrase, mit der ihr beide signalisiert: „Wir kämpfen jetzt gegen das Problem.“

Evidenz

Die Neuausrichtung von zwischenmenschlicher Schuldzuweisung zu gemeinsamer Problemlösung stimmt mit Gottmans Forschung zu den Vier Reitern (Verachtung, Kritik, Verteidigung, Mauern) und ihren Gegenmitteln überein; es ist auch ein Kernprinzip kollaborativer Problemlösungsansätze. Evidenz ist beobachtend und mechanistisch. (mechanistic)

Prinzipiell über mehrere Rahmenwerke hinweg gut gestützt; das spezifische „wir vs. Problem“-Framing ist keine separat untersuchte Intervention.

Häufiger Fehler

Verbal zuzustimmen, gemeinsam gegen das Problem zu kämpfen, dann aber zu Schuldzuweisung, Kritik oder Verteidigung zurückzukehren, sobald das konkrete Thema wieder auftaucht – das Reframing erfordert fortlaufende Übung.

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