Reduziere sozialen Vergleich als Quelle der Selbstdefinition

Höre auf, die Eigenschaften anderer Menschen als primären Maßstab für deine eigenen zu nutzen — das importiert deren Standards in dein Selbstkonzept.

Why it works

Campbells Forschung fand, dass Menschen mit niedriger SCC sich stärker auf sozialen Vergleich als Quelle der Selbsterkenntnis stützen — sie kennen sich selbst durch Vergleichen statt durch Introspektion und Verhaltensevidenz. Sozialer Vergleich ist eine von Natur aus instabile Grundlage für Selbstdefinition, weil sich die Vergleichsgruppe ständig ändert; sich selbst relativ zu anderen zu definieren bedeutet, dass sich das eigene Selbstkonzept verschiebt, sobald sich deren Umstände ändern. Vergleichsabhängige Selbstdefinition zu reduzieren und durch evidenz- und wertebasierte Anker zu ersetzen, erhöht die SCC.

How to do it

  1. Bemerke eine Woche lang jedes Mal, wenn du eine eigene Eigenschaft definierst, indem du sie mit der einer anderen Person vergleichst (Neid, Bewunderung, Verachtung oder Erleichterung).
  2. Schreibe für jeden Vergleich die absolute Selbsteinschätzung auf, die du treffen würdest, gäbe es die andere Person nicht: „Wie würde ich diese Eigenschaft unabhängig von jedem anderen einschätzen, basierend darauf, was ich tatsächlich tue?"
  3. Ersetze den Vergleichsmaßstab durch einen verhaltens- oder wertebasierten Maßstab für diese Eigenschaft.
  4. Identifiziere nach der Woche die zwei oder drei hartnäckigsten Vergleichsgewohnheiten und die Vergleiche, die sie anstellen.

Evidenz

Sozialer Vergleich als Quelle der Selbsterkenntnis ist gut etabliert (Festinger, 1954); Campbells Forschung fand, dass niedrige SCC mit stärkerer Abhängigkeit von sozialem Vergleich korreliert, was ihn spezifisch als aufrechterhaltenden Faktor mit SCC verbindet. (observational)

Korrelative Daten; ob die Reduktion sozialen Vergleichs SCC direkt erhöht, erfordert mehr experimentelle Arbeit, als derzeit vorliegt.

Quellen

  • Campbell et al. (1996), "Self-concept clarity", Journal of Personality and Social Psychology
  • Festinger (1954), "A theory of social comparison processes", Human Relations

Häufiger Fehler

Versuchen, allen sozialen Vergleich zu stoppen, statt die Funktion umzulenken, der er dient — Vergleich ist oft eine Art, „Wie mache ich mich?" zu beantworten, und muss durch eine bessere Antwort ersetzt werden, nicht unterdrückt.

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