Selbstdiskrepanztheorie, praktisch erklärt

Die Idealselbst-Lücke und die Sollselbst-Lücke kartieren – und für jede die richtige Reaktion wählen

Was ist die Selbstdiskrepanztheorie (Ideal- vs. Soll-Selbst)?

E. Tory Higgins' Selbstdiskrepanztheorie besagt, dass bestimmte emotionale Folgen aus bestimmten Lücken im Selbstsystem entstehen: Ihr Idealselbst zu verfehlen erzeugt Niedergeschlagenheit und depressionsähnliche Zustände, während Ihr Sollselbst (Pflichten und Verpflichtungen) zu verfehlen Erregung und angstähnliche Zustände erzeugt. Zu erkennen, welche Lücke aktiv ist, ermöglicht gezieltere Interventionen.

E. Tory Higgins schlug 1987 vor, dass das Selbst nicht eine Sache ist, sondern eine Reihe von Repräsentationen: das tatsächliche Selbst (wer Sie sind), das Idealselbst (wer Sie sein wollen) und das Sollselbst (wer Sie sich verpflichtet fühlen zu sein). Diskrepanzen zwischen tatsächlich und ideal erzeugen Niedergeschlagenheit, Traurigkeit und geringe Motivation. Diskrepanzen zwischen tatsächlich und soll erzeugen Angst, Schuld und Erregung. Die Theorie ist gut belegt und praktisch nützlich, weil sie erklärt, warum zwei Menschen mit ähnlichen Umständen völlig unterschiedliche Arten von Belastung empfinden können – und warum allgemeine Beruhigung oft danebengeht.

Übungen

Übe das mit IX Coach

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