Prüfe, warum du jedes Ziel verfolgst
Prüfe, ob jedes Ziel von Interesse und Werten oder von Schuldgefühl und äußerem Druck getrieben wird.
Why it works
Sheldon griff auf die Selbstbestimmungstheorie zurück, um Motivation entlang eines Spektrums von „extern" (es für eine Belohnung tun oder um Strafe zu vermeiden) über „introjiziert" (es tun, um Schuld oder Scham zu vermeiden) bis „identifiziert" und „intrinsisch" (es tun, weil es einem wirklich wichtig ist oder interessiert) einzuordnen. Nur die letzten beiden sind selbstkongruent, und die Forschung zeigt, dass sie anhaltenden Einsatz und Zielerreichung vorhersagen — über das hinaus, wie viel Einsatz eine Person ursprünglich zu investieren beabsichtigt angibt.
How to do it
- Liste deine aktuellen aktiven Ziele auf.
- Beantworte für jedes ehrlich: „Tue ich das, weil ich will, weil ich das Gefühl habe, ich sollte, oder weil jemand anderes es erwartet?"
- Markiere jedes Ziel, bei dem die ehrliche Antwort Schuld, Angst oder äußere Erwartung ist.
- Entscheide für jedes markierte Ziel: überarbeiten, aufgeben oder bewusst verinnerlichen, indem du es mit einem Wert verbindest, den du tatsächlich hältst.
Evidenz
Sheldon und Houser-Marko (2001) fanden, dass selbstkongruentes Zielverfolgen Bedürfnisbefriedigung und Wohlbefinden über ein Semester hinweg vorhersagte, selbst nach Kontrolle des anfänglichen Einsatzes. Der Effekt hielt über mehrere Zielbereiche hinweg an. Sheldon und Elliot (1998) zeigten separat, dass autonome (nicht kontrollierte) Gründe für ein Ziel sowohl anhaltenden Einsatz als auch letztendliches Erreichen vorhersagten — was den Wert einer Motivprüfung selbst begründet. (observational)
Die meisten Studien sind Selbstbericht und kurzfristig; ob Selbstkongruenz stabil ist oder sich durch Umdeutung verschieben kann, ist eine offene Frage. Die Effektstärken sind moderat.
Quellen
- Sheldon & Houser-Marko (2001), self-concordance, goal attainment, and the pursuit of happiness, Journal of Personality and Social Psychology
- Sheldon, K. M., & Houser-Marko, L. (2001). Self-concordance, goal attainment, and the pursuit of happiness: Can there be an upward spiral? Journal of Personality and Social Psychology, 80(1), 152-165.
- Sheldon, K. M., & Elliot, A. J. (1998). Not all personal goals are personal: Comparing autonomous and controlled reasons for goals as predictors of effort and attainment. Personality and Social Psychology Bulletin, 24(5), 546-557.
Häufiger Fehler
Die Intensität des Wollens („Ich will wirklich schlanker sein") mit Selbstkongruenz verwechseln — ein Ziel kann sich dringend anfühlen und trotzdem von Scham statt echten Werten getrieben sein.
Übe das mit IX Coach
More practices for Selbstkongruente Ziele, praktisch angewendet
- Verankere jedes Ziel an einem benannten, persönlichen Wert
Mach das Ziel zum Ausdruck eines konkreten Werts, damit es motivierend bleibt, wenn die Schwierigkeit ihren Höhepunkt erreicht.
- Unterscheide echtes Interesse von gespieltem Interesse
Trenne Ziele, an denen du wirklich neugierig bist, von solchen, an denen du glaubst, neugierig sein zu sollen.
- Rahme Ziele als Annäherungsziele, nicht als Vermeidung
Sage, worauf du zubewegst, nicht wovor du fliehst.
- Überprüfe die Ziel-Selbst-Passung in regelmäßigen Abständen
Während du wächst, werden manche ehemals selbstkongruenten Ziele fehlausgerichtet — überprüfe sie bewusst.
- Schütze dein Autonomiegefühl während der Verfolgung des Ziels
Halte das Ziel dein eigenes, auch wenn ein Coach, Chef oder Partner daran beteiligt ist.
- Feiere Wachstum, nicht nur Zielerreichung
Erkenne Fortschritt darin an, wer du wirst, nicht nur, ob du die Zahl erreicht hast.
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