Wählen, in wessen Geist du Zeit verbringst

Verbringe Zeit mit den besten Geistern – lebend oder tot – und schütze dich davor, dass der Rest dich hinabzieht.

Why it works

Seneca behandelt das Lesen großer Denker als das Halten bester möglicher Gesellschaft, jederzeit verfügbar, und warnt, dass geringere Gesellschaft leise deine Standards senkt. Mit wem du geistige und soziale Zeit verbringst, setzt zurück, was sich für dich normal anfühlt, und hebt oder senkt deine Baseline ohne bewusste Anstrengung. Deine Inputs zu wählen, ist oft wirksamer, als sich auf Willenskraft zu verlassen.

How to do it

  1. Wähle ein paar Denker (in Büchern oder im Leben), mit denen du wirklich Gesellschaft halten willst, und verbringe regelmäßig Zeit dort.
  2. Prüfe die Gesellschaft – und Inhalte –, die dich durchweg kleiner oder aufgewühlter zurücklassen.
  3. Verschiebe bewusst Stunden vom Zweiten zum Ersten.

Evidenz

Stimmt richtungsweisend mit Forschung zu sozialem Einfluss überein, die zeigt, dass Verhaltensweisen, Normen und Stimmungen sich über Beziehungen verbreiten und zurücksetzen, was sich normal anfühlt. Die kausale Größenordnung ist umstritten, und die Erweiterung auf die "Gesellschaft großer Bücher" ist philosophisch. (observational)

Netzwerkbefunde sind korrelativ und umstritten (Homophilie versus Ansteckung). Behandle den Einfluss deiner Gesellschaft als richtungsweisend real, nicht deterministisch.

Häufiger Fehler

Eine "erhabene" Leseliste zu kuratieren, während die tatsächlichen Inputs des Tages – Feeds, beiläufige Gesellschaft – unberührt bleiben. Die Baseline wird von der Gesellschaft gesetzt, die du die meisten Stunden hältst, nicht von der aspirativen Art.

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