Grenzen direkt kommunizieren

Formuliere die Grenze schlicht und respektvoll, indem du sie als deine eigene beanspruchst statt als Vorwurf.

Why it works

Anzudeuten oder zu hoffen, jemand werde deine Grenze erraten, scheitert meist und züchtet Groll. Die Grenze direkt zu formulieren, in "Ich"-Aussagen, gibt der anderen Person klare Information zum Reagieren und verhindert, dass sie als Charakterangriff ankommt, was Abwehrhaltung statt Veränderung auslösen würde.

How to do it

  1. Nutze "Ich"-Sprache: "Ich bin nach 21 Uhr nicht für Anrufe verfügbar."
  2. Formuliere die Grenze einmal, schlicht, ohne dich dafür zu entschuldigen, dass du sie hast.
  3. Verbinde sie, wo nützlich, mit dem, was du stattdessen anbieten kannst.

Evidenz

Direkte, "Ich"-gerahmte Kommunikation wird durch Selbstbehauptungs- und Kommunikationsforschung als konfliktreduzierend gegenüber passiven oder aggressiven Stilen unterstützt. Speed und Kollegens Übersichtsarbeit zu Selbstbehauptungstraining als evidenzbasierter Behandlung verankert diesen Mittelweg – direkt, aber nicht aggressiv – als erlernbare Fertigkeit mit Unterstützung durch kontrollierte Studien. (clinical)

Das Kommunikationsprinzip ist klinisch gut etabliert; Ergebnisse hängen stark von der Reaktion der anderen Person ab, die du nicht kontrollierst.

Quellen

Häufiger Fehler

Zu erwarten, dass Menschen deine Grenze erahnen, und sich dann verraten zu fühlen, wenn sie eine Linie überschreiten, die du nie tatsächlich ausgesprochen hast.

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