Kernwerte abgleichen – wo sie geteilt werden und wo sie sich unterscheiden

Kartiert, welche Werte ihr wirklich teilt und welche jeder für sich hält – ohne Konvergenz zu verlangen.

Why it works

Paare nehmen oft geteilte Werte an, ohne sie zu prüfen, oder gehen davon aus, dass Unterschiede Unvereinbarkeit bedeuten. Forschung zur Wertübereinstimmung zeigt, dass Ähnlichkeit bei Kernwerten Beziehungszufriedenheit vorhersagt, doch der Mechanismus wird größtenteils durch das Gefühl vermittelt, verstanden zu werden, nicht durch tatsächliche Übereinstimmung. Sowohl geteilte als auch unterschiedliche Werte zu kartieren erlaubt Partnern, die Eigenständigkeit des anderen zu ehren und zugleich den echten gemeinsamen Boden zu klären, auf dem das geteilte Bedeutungssystem ruhen kann.

How to do it

  1. Jeder Partner schreibt unabhängig seine fünf wichtigsten persönlichen Werte auf.
  2. Vergleicht die Listen: Notiert, was sich überschneidet, was sich unterscheidet und was auf einer Liste fehlt.
  3. Besprecht die Unterschiede, ohne sie lösen zu wollen – Ziel ist Verständnis, nicht Konvergenz.
  4. Identifiziert die geteilten Werte, die das gemeinsame Bedeutungssystem verankern können.

Evidenz

Wertähnlichkeit ist über Beobachtungsstudien hinweg mit Beziehungszufriedenheit verbunden, wobei der Effekt teilweise durch wahrgenommenes Verständnis und Validierung vermittelt wird. (observational)

Die Korrelation zwischen Wertähnlichkeit und Zufriedenheit bedeutet nicht, dass Unterschiede fatal sind – wahrgenommenes Verständnis zählt in den meisten Studien mehr als objektive Übereinstimmung.

Häufiger Fehler

Wertunterschiede als zu behebende Probleme zu behandeln, was Partner unter Druck setzt, Übereinstimmung vorzutäuschen, statt einander wirklich zu verstehen.

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