Das Vermächtnis-Gespräch führen

Besprecht, wofür diese Beziehung stehen soll und was ihr hinterlassen wollt.

Why it works

Forschung zu selbsttranszendenter Motivation legt nahe, dass die Verbindung gegenwärtigen Verhaltens mit einem größeren Vermächtnis – was man aufbauen, hinterlassen oder gemeinsam werden möchte – Engagement steigert und kurzfristige Opfer lohnenswert erscheinen lässt. Ein Paar, das ein geteiltes Vermächtnis artikulieren kann, hat einen Nordstern, der Entscheidungen in Konflikt oder Unsicherheit orientiert.

How to do it

  1. Fragt: „Wenn wir vom Ende unseres Lebens zurückblicken, was wollen wir gemeinsam aufgebaut oder beigetragen haben?“
  2. Bezieht die Wirkung der Beziehung auf andere mit ein: Kinder, Gemeinschaft, Arbeit, wie ihr für Freunde da seid.
  3. Schreibt eine einabsätzige Version dieses Vermächtnisses und kehrt jährlich dazu zurück.
  4. Fragt bei größeren Entscheidungen: „Dient diese Wahl dem Vermächtnis, das wir wollen?“

Evidenz

Selbsttranszendente Ziele – Ziele, die über das Eigeninteresse hinaus auf andere oder einen größeren Zweck gerichtet sind – sind in der Zielforschung mit anhaltender Motivation und Wohlbefinden verbunden. (observational)

Die Anwendung auf das geteilte Vermächtnis eines Paares im Speziellen ist eine begründete Erweiterung; die direkte Evidenz für diese Rahmung als Paarintervention ist begrenzt.

Quellen

  • Crocker, Canevello & Brown (2010), social motivation in romantic relationships, Journal of Personality and Social Psychology

Häufiger Fehler

Das Vermächtnis-Gespräch abstrakt und aspirational zu halten, ohne es in konkreten gegenwärtigen Entscheidungen zu erden – eine Vermächtnis-Aussage ohne Verhaltenskonsequenzen verändert nichts.

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