Titration (in winzigen, erträglichen Dosen arbeiten)
Nähere dich einer schwierigen Empfindung oder Erinnerung in kleinen Schlucken, nicht auf einmal, damit du reguliert bleibst.
Why it works
Innerhalb eines erträglichen Erregungs-„Fensters“ zu bleiben, hält den präfrontalen Kortex online, sodass die Erfahrung verarbeitet werden kann, statt dich erneut zu überwältigen. Schwieriges Material in kleinen Dosen zu berühren erlaubt dem Nervensystem, sich neu zu justieren – wiederholt eine handhabbare Menge Aktivierung zu treffen und zu entdecken, dass sie zu überstehen ist –, dasselbe Prinzip, das gestufte Exposition wirksam macht.
How to do it
- Identifiziere eine Empfindung oder ein Thema, das etwas Ladung trägt, aber nicht überflutet.
- Berühre es nur kurz – wenige Sekunden Aufmerksamkeit – und tritt dann bewusst zurück.
- Prüfe, ob du noch geerdet bist; fühlst du dich überflutet, warst du zu groß – verkleinere die Dosis.
- Wiederhole kleine Annäherungen über die Zeit, statt einer langen, überwältigenden Exposition.
Evidenz
Working in tolerable doses aligns with well-supported graded-exposure and window-of-tolerance principles. Somatic Experiencing as a whole has a small but growing trial base showing reductions in PTSD symptoms. A randomized controlled trial found SE reduced PTSD symptoms versus a waitlist, and a further RCT showed it eased comorbid PTSD symptoms in chronic low-back-pain patients. (observational)
The supporting trial is small and the broader evidence base is still emerging. Titration is a low-risk principle; do deeper trauma work titrated by a trained professional.
Quellen
- Brom et al. (2017), randomized controlled trial of Somatic Experiencing for PTSD, J. Traumatic Stress
- Brom, D., Stokar, Y., Lawi, C., Nuriel-Porat, V., Ziv, Y., Lerner, K., & Ross, G. (2017). Somatic Experiencing for Posttraumatic Stress Disorder: A Randomized Controlled Outcome Study. Journal of Traumatic Stress, 30(3), 304-312.
- Andersen, T. E., Lahav, Y., Ellegaard, H., & Manniche, C. (2017). A randomized controlled trial of brief Somatic Experiencing for chronic low back pain and comorbid post-traumatic stress disorder symptoms. European Journal of Psychotraumatology, 8(1), 1331108.
- Payne, P., Levine, P. A., & Crane-Godreau, M. A. (2015). Somatic experiencing: using interoception and proprioception as core elements of trauma therapy. Frontiers in Psychology, 6, 93.
Häufiger Fehler
Sich selbst zu überfluten, indem man mit voller Intensität ins heftigste Material eintaucht, um es „hinter sich zu bringen“ – das überwältigt das System und bestätigt, dass das Material unerträglich ist.
Übe das mit IX Coach
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- Pendulation in der Körpertherapie: zwischen Aktivierung und Ruhe wechseln
Pendulation bedeutet, die Aufmerksamkeit zwischen einer aufgeladenen Empfindung und einer Stelle der Leichtigkeit im Körper zu bewegen. Sie wird von einer Fachperson angeleitet, ist keine selbst angewendete Methode.
- Körperempfindung verfolgen (das gefühlte Erleben)
Folge der reinen körperlichen Empfindung mit Neugier – Kribbeln, Wärme, Druck – statt der Geschichte dahinter.
- Dem Körper erlauben, seine Reaktion zu vervollständigen
Schaffe Raum für spontanes Zittern, Beben, tiefe Atemzüge oder Bewegung, die geschehen will.
- Ressourcen aufbauen (Anker der Sicherheit und Stärke)
Etabliere verlässliche, gefühlte Anker von Ruhe oder Fähigkeit, zu denen du zurückkehren kannst, wenn Aktivierung aufsteigt.
- Erden und im Hier und Jetzt orientieren
Nutze Füße, Kontakt und ein langsames Umschauen im Raum, um dich neu im sicheren Hier und Jetzt zu verankern.