Körperempfindung verfolgen (das gefühlte Erleben)

Folge der reinen körperlichen Empfindung mit Neugier – Kribbeln, Wärme, Druck – statt der Geschichte dahinter.

Why it works

Sich direkt auf die Körperempfindung einzulassen (das „gefühlte Erleben“) aktiviert die Interozeption und zieht die Verarbeitung aus kreisenden Erzählungen heraus. Empfindungen zu benennen und zu beobachten aktiviert zudem präfrontale Regulation und dämpft die Bedrohungsreaktion, während es dem System ermöglicht zu registrieren, dass eine Empfindung sich verändern und vergehen kann, statt dauerhaft zu sein.

How to do it

  1. Lenke die Aufmerksamkeit in den Körper und bemerke reine Empfindung: Temperatur, Druck, Bewegung, Textur.
  2. Beschreibe sie neutral („ein enges Band über der Brust“), ohne zu deuten oder zu beheben.
  3. Bleibe sanft dabei und beobachte, ob sie sich von selbst verändert, verlagert oder löst.
  4. Wird sie über das Erträgliche hinaus stärker, pendle zurück zu einer neutralen oder angenehmen Empfindung.

Evidenz

Interoception and affect labeling have solid research support — naming felt states reduces amygdala reactivity and supports regulation. The "felt sense" framing comes from Gendlin’s Focusing and SE practice. A neuroimaging study directly shows that putting feelings into words dampens amygdala activity, and reviews of interoception link accurate body-sensing to emotion regulation. (observational)

For some highly activated people, turning attention inward can briefly raise distress; titrate and use the resource. The underlying interoception research is solid; the specific SE protocol is less studied.

Quellen

Häufiger Fehler

Zurück in die Geschichte oder Analyse abzugleiten („warum fühle ich das, was bedeutet es“), statt bei der reinen Empfindung zu bleiben – das hält dich im Kopf und außerhalb des Körpers, an dem die Praxis ansetzt.

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