Sichere Empfindungen von tatsächlich gefährlichen Signalen unterscheiden

Lernen Sie, „das Gehirn alarmiert" von „der Körper warnt" zu unterscheiden, damit Sie sicher tracken können.

Why it works

Nicht jede Empfindung ruft nach Beobachtung — manche sind Gewebeschadenssignale, die medizinische Reaktion erfordern. Die Fähigkeit, gewöhnliche (wenn auch alarmierende) neuroplastische Empfindung von Signalen akuter struktureller Schädigung zu unterscheiden, ist das, was Somatic Tracking zu sicherer statt riskanter Praxis macht. Die Alarmlautstärke des Gehirns ist bei neuroplastischem Schmerz notorisch unzuverlässig als Indikator für Gewebegefahr — hoher Alarm bedeutet nicht hohe Gefahr, aber null Alarm bedeutet auch nicht, dass es sicher ist zu ignorieren.

How to do it

  1. Kennen Sie Ihre „Warnsignale", die sofortige medizinische Aufmerksamkeit erfordern: plötzliche schwere Veränderung, Verlust der Blasen-/Darmkontrolle, Schmerz nach neuer Verletzung, Fieber mit Schmerz.
  2. Ohne Warnsignale ist ein vertrautes chronisches Schmerzmuster ein vernünftiger Kandidat für Somatic Tracking.
  3. Falls eine Empfindung neu oder qualitativ anders als das chronische Muster ist, pausieren und abklären, bevor Sie tracken.
  4. Bei Zweifeln tracken Sie mit einer Fachperson anwesend statt allein.

Evidenz

Die Unterscheidung zwischen neuroplastischen und nozizeptiven Schmerzsignalen ist ein gut etabliertes klinisches Rahmenwerk in der Schmerzneurowissenschaft; Patienten den Unterschied zu vermitteln ist Teil der Schmerzneurowissenschaftsbildung (PNE). Louw et al. (2011) fanden, dass Neurowissenschaftsbildung Schmerz, Behinderung, Angst und Stress bei chronischem muskuloskelettalem Schmerz reduziert. (clinical)

Die Fähigkeit, neuroplastische von strukturellen Signalen selbst zu unterscheiden, ist unvollkommen; diese Praxis reduziert Risiko, ersetzt aber keine medizinische Beurteilung bei neuem oder sich veränderndem Schmerz.

Quellen

Häufiger Fehler

Somatic Tracking bei Empfindungen zu praktizieren, die medizinische Abklärung erfordern, weil „ich weiß, mein Schmerz ist alles im Kopf". Neuroplastischer Schmerz ist echte Gehirnaktivität — aber neuer, sich verschlimmernder oder auffälliger Schmerz erfordert zuerst klinische Beurteilung.

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