Menschen einstellen, die das Warum teilen, nicht nur die Fähigkeiten

Fähigkeiten kann man lernen; geteilte Überzeugung nicht — beim Einstellen auf Warum-Ausrichtung zu filtern ist der wirkungsvollste Kulturzug.

Why it works

Sineks Argument ist, dass Menschen, die für geteilte Überzeugung eingestellt werden, mit intrinsischer Motivation arbeiten — sie tun es, weil sie wollen, weil es widerspiegelt, wer sie sind — während Menschen, die rein für Fähigkeiten eingestellt werden, instrumentell arbeiten. Intrinsische Motivation erzeugt qualitativ anderes Engagement, Kreativität und Ausdauer. Das stimmt mit Jahrzehnten der Forschung zur Selbstbestimmungstheorie überein: Menschen, die aus internalisierten Werten heraus arbeiten, übertreffen über die Zeit diejenigen, die aus externem Druck heraus arbeiten.

How to do it

  1. Fügen Sie mindestens eine Interviewfrage hinzu, die Überzeugungsausrichtung statt Kompetenz testet: „Welches Problem in der Welt lässt Sie nachts nicht schlafen?" oder „Was arbeiten Sie zu verändern?"
  2. Bewerten Sie die Erfolgsbilanz von Kandidaten auf Evidenz, dass sie Entscheidungen im Einklang mit Werten getroffen haben, nicht rein mit Vergütung.
  3. Seien Sie ehrlich über das Warum im Einstellungsprozess — es falsch darzustellen zieht Menschen an, die sich später getäuscht fühlen.
  4. Wenn Einstellungsentscheidungen bei Fähigkeiten knapp sind, gewichten Sie Überzeugungsausrichtung stark über die Fähigkeitslücke.

Evidenz

Forschung zur Person-Organisation-Passung zeigt, dass Werteübereinstimmung zwischen Mitarbeitern und Organisationen Arbeitszufriedenheit, Engagement und Bindung vorhersagt — und dass Fähigkeitslücken generell korrigierbarer sind als Wertefehlausrichtung. (observational)

Forschung zur Person-Organisation-Passung ist beobachtend und auf Werteübereinstimmung im Allgemeinen fokussiert; Sineks spezifische „Warum"-Rahmung ist sein Konstrukt. Werteübereinstimmungseffekte sind real, aber nicht der einzige Prädiktor für Bindung und Leistung.

Quellen

  • Chatman (1991), Matching people and organizations: selection and socialization in public accounting firms, Administrative Science Quarterly

Häufiger Fehler

Nur auf Fähigkeiten zu interviewen und dann Kulturpassung durch informelles Bauchgefühl laufen zu lassen — Bauchgefühl-Kulturpassung wird leicht von Affinitätsverzerrung gekapert, während strukturierte Überzeugungsbewertung wenigstens benennt, was Sie tatsächlich bewerten.

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