Psychologische Sicherheit, praktisch erklärt
Das Teamklima, das Menschen zum Sprechen bringt — und wie Führungskräfte es schaffen
Was ist psychologische Sicherheit und wie baut man sie auf?
Psychologische Sicherheit, ein von der Harvard-Forscherin Amy Edmondson definiertes Konzept, ist die geteilte Überzeugung, dass ein Team sicher für zwischenmenschliches Risiko ist — dass Sie einen Fehler zugeben, eine Frage stellen oder widersprechen können, ohne bestraft oder gedemütigt zu werden. Es ist eine der besser belegten Ideen in der Teamforschung, wenngleich der Großteil dieser Evidenz beobachtend statt experimentell ist.
Psychologische Sicherheit bedeutet nicht, nett zu sein, Standards zu senken oder Konflikte zu vermeiden. Edmondson definiert sie als die Überzeugung, dass Offenheit sicher ist — dass das Team Sie nicht für die Ehrlichkeit bestraft, die Lernen erfordert. Im Folgenden die Praktiken, die sie aufbauen, jeweils mit dem wirksamen Mechanismus und einer ehrlichen Einschätzung der (tatsächlich erheblichen) Evidenz.
Übungen
- Die Arbeit als Lernproblem rahmen, nicht als Ausführungsproblem
Benennen Sie Unsicherheit und Interdependenz laut, damit Menschen erwarten zu lernen, nicht nur zu liefern.
- Fehlbarkeit vorleben — als Erste zugeben, dass Sie etwas nicht wissen
Die zugegebenen Fehler der Führungsperson setzen den Preis für Ehrlichkeit für alle unter ihr.
- Echte, situationsbezogene Fragen stellen
Ziehen Sie Beiträge mit echten Fragen heraus, statt darauf zu warten, dass Menschen sich freiwillig melden.
- Produktiv auf Fehler und schlechte Nachrichten reagieren
Wie Sie in den ersten dreißig Sekunden nach einem Fehler reagieren, verdient oder verbrennt Sicherheit.
- Hohe Standards innerhalb hoher Sicherheit halten
Sicherheit ohne Standards ist Komfort; Standards ohne Sicherheit ist Angst. Sie brauchen beide Achsen hoch.
- Die Stimme belohnen, nicht nur die Zustimmung
Machen Sie Widerspruch und Fragen billiger als Schweigen, indem Sie sie sichtbar wertschätzen.