Berechnen, wohin dein Geld tatsächlich geht, bevor du Ziele setzt

Miss zuerst deine echten Prozentsätze – die meisten Menschen sind überrascht, wie weit sie von 50/30/20 entfernt sind.

Why it works

Ziele ohne Basislinien sind Wünsche, keine Pläne. Menschen unterschätzen systematisch ihre diskretionären Ausgaben und überschätzen ihre Sparquote – eine Erinnerungsverzerrung, verstärkt dadurch, dass kleine gewohnheitsmäßige Ausgaben mental selten als Kosten registriert werden. Die tatsächliche aktuelle Aufteilung zu berechnen macht die Lücke konkret und motivierend auf eine Weise, die generische Ziele nicht können.

How to do it

  1. Zieh drei Monate Nettoeinkommen und alle Ausgaben heran.
  2. Sortiere jede Transaktion in Bedürfnisse, Wünsche oder Sparen/Schulden über dem Minimum.
  3. Berechne den Prozentsatz des Nettoeinkommens, den jede Kategorie verbraucht hat.
  4. Vergleiche deine echten Prozentsätze mit 50/30/20 – notiere, wo du darüber und darunter liegst.

Evidenz

Umfrage- und Laborstudien finden durchgängig, dass Menschen ihre Ausgaben unterschätzen, besonders in diskretionären Kategorien. Der Akt des Verfolgens korrigiert das und reduziert Ausgaben in Beobachtungsstudien zu finanziellem Wohlbefinden. (observational)

Die meisten Verfolgungsstudien sind kurzfristig; ob die Korrektur der Ausgabenschätzungen ohne fortlaufende Verfolgung bestehen bleibt, ist weniger gesichert.

Häufiger Fehler

Einen untypischen Monat (nach den Feiertagen, Urlaubsmonat) als Basislinie zu nutzen – der Dreimonatsdurchschnitt ist der Punkt, da er unregelmäßige, aber reale Kosten glättet.

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