Den konkreten Schaden benennen

Sag genau, was du getan hast und welche Wirkung es hatte – nicht ein vages „Es tut mir leid für alles.“

Why it works

Eine konkrete Anerkennung beweist, dass du tatsächlich verstehst, was passiert ist – genau das sucht die verletzte Person. Vagheit liest sich als Ausweichen: Wenn du den Schaden nicht benennen kannst, verstehst du ihn entweder nicht oder weichst ihm aus. Die Wirkung zu benennen validiert ihre Erfahrung und beendet die zermürbende Arbeit, dich dazu zu bringen, es zu sehen.

How to do it

  1. Das konkrete Verhalten benennen: „Ich habe dich im Meeting unterbrochen und dann deinen Punkt abgetan.“
  2. Die Wirkung benennen, nicht nur die Handlung: „Das hat dich vor dem Team wie ausgebootet aussehen lassen.“
  3. Widerstehen, es zu „Ich bin ein schlechter Partner/Freund“ zu verallgemeinern – das rückt dich wieder in den Mittelpunkt.

Evidenz

Komponentenanalysen von Entschuldigungen (z. B. Lewicki und Kollegen) finden durchweg, dass Verantwortungsübernahme und ein Wiedergutmachungsangebot die Komponenten sind, die am stärksten mit wahrgenommener Wirksamkeit verbunden sind. Das ist beobachtende/experimentelle Umfragearbeit, keine klinischen Studien. (observational)

Selbstbewertet und szenariobasiert; wie eine Entschuldigung ankommt, hängt stark von Beziehungsgeschichte und Schwere des Schadens ab.

Quellen

  • Lewicki, Polin & Lount (2016), "An Exploration of the Structure of Effective Apologies", Negotiation and Conflict Management Research

Häufiger Fehler

Die Nicht-Entschuldigung: „Es tut mir leid, dass du dich so fühlst.“ Sie benennt ihr Gefühl, nicht deine Handlung, und schiebt das Problem auf ihre Empfindlichkeit.

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