Untersuchen, was dich von den Besten im Feld trennt

Identifiziere die zwei oder drei Dinge, die Spitzenleistende tun, die du – noch – nicht tust.

Why it works

Anfängerinnen und Anfänger können oft den Unterschied zwischen ihrer Arbeit und der von Expertinnen und Experten nicht erkennen, weil ihnen die Wahrnehmungsfertigkeit fehlt, die relevanten Merkmale zu bemerken – ein zentraler Dunning-Kruger-Mechanismus. Vorbildliche Arbeit mit der expliziten Frage „Was machen sie, das ich nicht mache?“ zu studieren erzwingt das Wahrnehmungstraining, das die Lücke zwischen Leistung und Metakognition schließt. Du siehst die Exzellenz klarer, während du die Fertigkeit entwickelst, sie zu erzeugen.

How to do it

  1. Identifiziere zwei oder drei Praktikerinnen oder Praktiker, die du in deinem Feld eindeutig als besser einschätzt als dich selbst.
  2. Studiere ihre Arbeit genau und frage konkret: Was machen sie, das ich an mir nicht bemerke?
  3. Schreibe die zwei oder drei konkretesten Unterschiede auf.
  4. Wähle einen aus und mache ihn zum expliziten Lernziel für den nächsten Monat.

Evidenz

Forschung zur gezielten Übung (Ericsson) betont, dass Expertenleistung eine genaue Darstellung dessen erfordert, was Anfänger- von Expertenarbeit unterscheidet. Ohne diese Wahrnehmungskarte verstärkt Übung bestehende Gewohnheiten, statt die Lücke zu schließen. (observational)

Gezielte Übung ist in Bereichen mit klarem Feedback (Schach, Musik) besser etabliert als in komplexen beruflichen Fertigkeiten, wo das Leistungssignal verrauscht ist.

Quellen

  • Ericsson, Krampe & Tesch-Römer (1993), the role of deliberate practice in expert performance, Psychological Review

Häufiger Fehler

Nur die Arbeit von Menschen auf deinem Niveau oder knapp darüber studieren, sodass die untersuchte Lücke zu schmal ist, um die echten Qualitätsunterschiede aufzudecken.

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