Einkommensdiversifikation vor Ausrufung voller FI aufbauen

Mehrere Einkommensquellen im Ruhestand zu haben reduziert das Renditereihenfolge-Risiko und den emotionalen Druck, nicht auszugeben.

Why it works

Ein rein portfoliobasierter Ruhestandsplan macht die gesamte Einkommensabhängigkeit von Marktrenditen – was bedeutet, dass ein schlechter früher Marktverlauf echte Angst erzeugt und möglicherweise Ausgabenkürzungen erzwingt, genau dann, wenn Ausgeben am meisten gerechtfertigt erscheint. Selbst eine kleine Menge an erarbeitetem, passivem oder sozialem Einkommen hinzuzufügen (Teilzeitarbeit, Mieteinnahmen, Beratung, Sozialversicherung) reduziert die vom Portfolio benötigte Entnahmerate, verlängert seine Lebensdauer und reduziert die emotionale Zerbrechlichkeit eines 'Ganz-abbauen'-Ansatzes.

How to do it

  1. Das Ruhestandseinkommen aus allen Quellen modellieren, nicht nur Portfolio-Entnahmen.
  2. Eine Einkommensquelle identifizieren, die man im frühen Ruhestand realistisch ohne Vollzeitverpflichtung aufrechterhalten könnte.
  3. Berechnen, wie stark dieser Strom die benötigte Portfolio-Entnahmerate reduziert – selbst 10.000 €/Jahr bei einer 4%-Rate entsprechen 250.000 € zusätzlichem Portfolio.

Evidenz

Einkommensdiversifikation, die das Renditereihenfolge-Risiko reduziert, ist in der Ruhestandsplanungsliteratur gut gestützt; Teilzeiteinkommen im frühen Ruhestand reduziert Portfolio-Versagensraten in Simulationsstudien drastisch. (mechanistic)

Modelle setzen voraus, dass der Einkommensstrom zuverlässig ist; Einkommensströme aus Beratung oder freiberuflicher Arbeit können mit wirtschaftlichen Bedingungen korreliert sein, die auch Marktabschwünge verursachen.

Häufiger Fehler

Vollständige Portfolio-Entnahme ab Tag eins planen, wenn ein kleiner, flexibler Erwerbseinkommensstrom das Portfoliorisiko drastisch reduzieren würde, ohne Vollzeitbeschäftigung zu erfordern.

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