Berechne die Opportunitätskosten einer wiederkehrenden Gewohnheit

Verwandle jede regelmäßige Ausgabe in ihren investierten Wert über 10, 20 und 30 Jahre.

Why it works

Das menschliche Gehirn diskontiert zukünftiges Geld stark gegenüber gegenwärtigen Ausgaben — eine kognitive Verzerrung namens hyperbolische Diskontierung. Den zukünftigen Wert konkret und spezifisch zu machen (eine Zahl, kein Konzept) wirkt dieser Verzerrung teilweise entgegen, indem dem Gehirn eine lebendige Alternative zum Vergleich gegeben wird statt eines vagen "irgendwann". Die Mathematik überzeugt, wo Willenskraft es nicht kann.

How to do it

  1. Identifiziere eine konkrete wiederkehrende Ausgabe und ihre wöchentlichen Kosten.
  2. Multipliziere mit 52, um die Jahressumme zu erhalten.
  3. Nutze einen Zinseszinsrechner (jedes kostenlose Online-Tool) mit konservativen 6–7 % Jahresrendite über 20 und 30 Jahre.
  4. Schreibe beide Zahlen neben die Gewohnheit — die gegenwärtige Kosten und die aufgezinsten zukünftigen Kosten.

Evidenz

Hyperbolische Diskontierung — die Tendenz, zukünftige Belohnungen zu unterschätzen — gehört zu den am häufigsten replizierten Befunden der Verhaltensökonomie. Zukünftigen Wert lebendig und konkret zu machen ist eine Standardtechnik zur Entzerrung, gestützt durch Labor- und Feldstudien. (observational)

Die entzerrende Wirkung lebendiger Zukunftsrahmung ist real, aber moderat; sie verändert geäußerte Präferenzen zuverlässiger als anhaltendes Verhalten.

Quellen

  • Laibson (1997), golden eggs and hyperbolic discounting, Quarterly Journal of Economics

Häufiger Fehler

Eine unrealistisch hohe angenommene Rendite (10–12 %) zu verwenden, um die Zahlen dramatischer zu machen — die aufgeblähte Zahl wirkt motivierend, untergräbt aber das Vertrauen in die Rechnung, wenn die Realität abweicht.

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