Let them (Kontrolle über andere loslassen)

Wenn jemand etwas tut, das du nicht kontrollieren kannst, sage "let them" und hör auf, gegen die Realität anzukämpfen.

Why it works

Das Verhalten einer anderen Person kontrollieren zu wollen ist Aufwand für etwas, das wirklich außerhalb deiner Macht liegt, was Frustration erzeugt, ohne das Ergebnis zu ändern. "Let them" ist ein Akzeptanzsignal, das diese sinnlose Verausgabung stoppt, Energie freisetzt und den Groll verringert, der aus der Forderung entsteht, Menschen sollten anders sein, als sie sind.

How to do it

  1. Wenn dich das Verhalten von jemandem frustriert, halte inne und sage innerlich: "let them".
  2. Frage dich ehrlich, ob das wirklich in deiner Kontrolle liegt — meist ist es das nicht.
  3. Lass die Forderung los, dass die Person anders sein soll, und bemerke die Anspannung, die sich damit löst.

Evidenz

Dies ist eine von Mel Robbins populär gemachte Praktikerumdeutung; als benannte Theorie ist sie anekdotisch. Ihr zugrunde liegender Schritt — unterscheiden, was in deiner Kontrolle liegt und was nicht — ist die stoische Dichotomie der Kontrolle, eine jahrhundertealte Praxis, die auch mit Akzeptanzarbeit in moderner Therapie übereinstimmt. Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie, deren Akzeptanz- und Defusionsprozesse das Loslassen des Kampfes gegen Unkontrollierbares formalisieren, hat eine etablierte Evidenzbasis zur Verringerung genau dieses Kampfes. (anecdotal)

Es gibt keine Wirksamkeitsstudien für die "Let Them Theory" unter diesem Namen. Die Stärke der Idee liegt in ihrer Herkunft aus der altbekannten Kontrolldichotomie, nicht in neuer Forschung.

Quellen

Häufiger Fehler

"Let them" als passiv-aggressive Aufgabe oder Verachtung zu nutzen ("na gut, sollen sie halt") statt als echtes Loslassen — das ist nur unterdrückte Kontrolle, keine Akzeptanz.

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