Der Verlustrahmen: Wie Framing Entscheidungen prägt

Prospect-Theorie in der Praxis — wann Verlust-Framing wirkt, wann es nach hinten losgeht, und wie man es einsetzt

Verändert Verlustrahmung Entscheidungen stärker als Gewinnrahmung?

Ja, und erheblich. Die Prospect-Theorie (Kahneman & Tversky) stellte fest, dass Menschen Verluste etwa doppelt so intensiv spüren wie gleichwertige Gewinne, sodass eine Botschaft, die um das gerahmt ist, was man verlieren könnte, tendenziell motivierender wirkt als eine, die um das gerahmt ist, was man gewinnen könnte — besonders bei risikoscheuen Entscheidungen. Der Effekt ist real und gut repliziert, auch wenn seine Größe von den Einsätzen, dem Publikum und dem Bereich abhängt.

Einer der robustesten Befunde der Verhaltensökonomie ist zugleich einer der praktischsten: Dieselbe Information, als Verlust statt als Gewinn präsentiert, führt konsistent zu unterschiedlichen Entscheidungen. "Du wirst 50 € verlieren" trifft härter als "du wirst 50 € nicht sparen". Das ist kein Trick — so weist das Gehirn Wert asymmetrisch zu. Im Folgenden die Kernpraktiken, um Verlust-Framing ethisch und präzise anzuwenden, mit einer ehrlichen Darstellung, wo der Effekt stark ist und wo bescheiden oder abwesend.

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