Behalte Reiz und Belohnung, tausche die Routine

Duhiggs „goldene Regel“: ändere eine Gewohnheit, indem du eine neue Routine zwischen denselben Reiz und dieselbe Belohnung einfügst.

Why it works

Reize und Belohnungen sind tief verdrahtet und schwer zu löschen, aber die Routine dazwischen ist das am leichtesten bearbeitbare Glied in der Kette. Reiz und Belohnung intakt zu lassen, während eine neue Routine ersetzt wird, lässt die Schleife weiter auf ihrem bestehenden Auslöser feuern und sich trotzdem auszahlen — sodass du die Gewohnheit umlenkst, statt sie auszulöschen zu bekämpfen, was weit schwerer ist.

How to do it

  1. Kennst du Reiz und echte Belohnung, wähl eine neue Routine, die diese Belohnung noch liefert.
  2. Schreib einen Plan: Tritt [Reiz] auf, werde ich [neue Routine] tun, um [Belohnung] zu bekommen.
  3. Führ die neue Routine bei jedem Auftreten des gleichen Reizes aus, bis sie zur Standardreaktion wird.

Evidenz

Im Einklang mit Auslöschungs-/Substitutionsbefunden: alte Reiz-Reaktions-Assoziationen werden selten gelöscht, können aber von stärkeren neuen überlagert werden. Duhigg präsentiert die „goldene Regel“ als synthetisierten Rahmen aus klinischen und Forschungsbeispielen, nicht als eine einzelne kontrollierte Studie der Regel. (mechanistic)

Alte Gewohnheiten können unter Stress wieder auftauchen, weil die ursprüngliche Schleife unterdrückt, nicht gelöscht ist — Substitution managt eine Gewohnheit, garantiert aber keine Auslöschung.

Häufiger Fehler

Zu versuchen, den Reiz zu entfernen oder die Belohnung mit zusammengebissenen Zähnen wegzudrängen, statt die Routine zu ersetzen — das lässt das Verlangen unbefriedigt und das alte Verhalten bereit, zurückzuschnappen.

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