Kernwerte operativ machen, nicht dekorativ

Nutze Kernwerte bei Einstellung, Anerkennung und Entscheidungsfindung — nicht nur auf der Website.

Why it works

Kernwerte, die nur in Dokumenten existieren, scheitern, weil sie keine Verhaltensführung im Moment bieten. Werte zu operationalisieren — sie als Einstellungsfilter, Anerkennungskriterien und Entscheidungstests zu nutzen — verwandelt sie von aspirationalen Aussagen in Verhaltensleitfäden. Wenn ein Wert im Moment einer Entscheidung referenziert wird, prägt er Verhalten. Wenn er nur in Einführungsfolien referenziert wird, prägt er nichts.

How to do it

  1. Frage in Einstellungsgesprächen Kandidaten nach konkreten vergangenen Beispielen, die jeden Kernwert demonstrieren — lehne bei Wertunstimmigkeit ab, unabhängig von der Fähigkeit.
  2. Benenne in Anerkennungsprogrammen den spezifischen Wert, den die Person demonstriert hat, nicht nur das Ergebnis.
  3. Frage bei einer schwierigen Entscheidung explizit: „Welche Option ist am konsistentesten mit unseren Werten?”
  4. Wenn jemand einen Kernwert verletzt, adressiere es direkt — selektiv durchgesetzte Werte signalisieren, dass sie optional sind.

Evidenz

Organisationsverhaltensforschung findet, dass Werte, die in Einstellung und Leistungsmanagement eingebettet sind, Kulturkonsistenz verlässlicher vorhersagen als Werte, die nur durch Aussagen oder Training kommuniziert werden. (observational)

Der kausale Zusammenhang zwischen Werteoperationalisierung und Leistungsergebnissen ist angesichts der vielen wechselwirkenden Faktoren in der Organisationskulturforschung schwer zu isolieren.

Häufiger Fehler

Aspirationale Werte zu wählen (was das Unternehmen sein will) statt authentischer Werte (was das Unternehmen tatsächlich ist und durchzusetzen bereit ist) — die Lücke zerstört Glaubwürdigkeit schneller als keine erklärten Werte zu haben.

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