Mache die dritte Alternative greifbar mit einem Prototyp oder Modell

Verwandle eine abstrakte Idee der dritten Alternative in etwas, worauf beide Parteien gemeinsam reagieren können.

Why it works

Abstrakte Einigkeit über Kriterien löst sich oft auf, sobald ein konkreter Vorschlag erscheint, weil sich jede Seite etwas anderes vorstellt. Ein grober Prototyp — ein Diagramm, ein geschriebenes Szenario, ein Rollenspiel — erzwingt geteilte Realität. Reaktionen auf das Modell decken Annahmen auf, die im abstrakten Gespräch unsichtbar waren, sodass sie vor der Verpflichtung adressiert werden können.

How to do it

  1. Mache eine Kandidatenlösung, sobald sie entsteht, konkret: Schreibe sie als einabsatziges Szenario, zeichne sie oder spiele sie durch.
  2. Bitte beide Parteien, konkret auf das Modell zu reagieren, nicht auf die allgemeine Idee.
  3. Behandle Reaktionen als Verfeinerungsdaten, nicht als Ablehnung — aktualisiere das Modell und prüfe erneut.
  4. Erkläre die Lösung erst dann als angenommen, wenn beide Parteien auf dieselbe konkrete Version reagiert haben.

Evidenz

Prototyping als Realitätstest-Werkzeug ist im Design Thinking und in der Konfliktmediation gut etabliert. Vorschläge greifbar zu machen verringert die Mehrdeutigkeit, die jeder Partei erlaubt, allzu optimistisch anzunehmen, die Vereinbarung bedeute das, was sie will. (mechanistic)

Die Evidenzbasis stammt aus der Design- und Mediationspraxis; kontrollierte Ergebnisforschung, die Prototyping mit abstrakter Einigung in der Konfliktlösung vergleicht, ist spärlich.

Häufiger Fehler

Nach mündlicher Einigung zu verkünden „wir haben eine dritte Alternative“ und dann zu entdecken, dass jede Partei sich eine andere Umsetzung vorgestellt hat — Prototyping verhindert das, bevor die Verpflichtung beide Seiten festlegt.

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