Frankls drei Quellen des Sinns

Schaffen, empfangen und wählen – die drei unterschiedlichen Wege zu einem sinnerfüllten Leben

Was sind Frankls drei Quellen des Sinns?

Viktor Frankl beschrieb drei Wege zu Sinn: schöpferische Werte (was du der Welt durch Arbeit oder Schaffen gibst), Erlebniswerte (was du durch Schönheit, Liebe oder Wahrheit empfängst) und Einstellungswerte (die Haltung, die du gegenüber unvermeidlichem Leid einnimmst). Das Modell ist theoretisch und klinisch geprägt; am nützlichsten ist es als Diagnosewerkzeug – um zu erkennen, welche Quelle in deinem aktuellen Leben am stärksten erschöpft ist.

Viktor Frankl vertrat nicht die Ansicht, Sinn ließe sich nur an einem Ort finden. Sein Drei-Quellen-Modell ist bewusst pluralistisch: Ein sinnerfülltes Leben kann vor allem durch schöpferische Arbeit entstehen, durch tiefe Empfänglichkeit für das, was die Welt bietet, oder – und das ist Frankls eigenständigster Gedanke – durch die Qualität der Haltung gegenüber Leid, das sich nicht vermeiden lässt. Das Modell ist gerade deshalb nützlich, weil es den Fehler verhindert, alle Sinn-Eier in einen Korb zu legen. Es folgen die Praktiken, die jede Quelle stärken.

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