Antizipiere gute Erlebnisse im Voraus — und genieße sie im Nachhinein

Ein gutes Erlebnis schenkt Glück dreimal: in der Vorfreude, während und in der Erinnerung.

Why it works

Vorwegnehmender und rückblickender Genuss unterscheiden sich vom Erleben im Moment, tragen aber beide zuverlässig zum Gesamtwohlbefinden bei. Etwas zu planen, auf das man sich freut, verlängert den zeitlichen Fußabdruck eines positiven Ereignisses ohne zusätzlichen Zeitaufwand; das Genießen in der Erinnerung tut dasselbe. Das ist ein kosteneffizienter Weg, gefühlten Zeitreichtum zu steigern.

How to do it

  1. Plane mindestens einmal pro Woche etwas, auf das du dich freuen kannst — es muss nicht aufwendig sein.
  2. Erlaube dir in den Tagen davor, dich kurz und bewusst darauf zu freuen.
  3. Nimm dir nach einem guten Erlebnis fünf Minuten, um zu schreiben oder nachzudenken, was du daran geschätzt hast.
  4. Besuche positive Erinnerungen gelegentlich wieder, statt nur Probleme zu katalogisieren, die gelöst werden müssen.

Evidenz

Vorfreude und Genießen sind gut belegte Bestandteile der Regulation positiver Emotionen. Positives vorausschauendes Denken erzeugt positiven Affekt vor dem Ereignis; rückblickendes Genießen verlängert den Nutzen danach. (observational)

Die meiste Genuss-Forschung ist selbstberichtsbasiert und korrelativ; manche Studien deuten darauf hin, dass übermäßige Vorfreude die Erwartungen auf ein Niveau heben kann, das Enttäuschung erzeugt. Moderate, nicht intensive Vorfreude ist das Ziel.

Quellen

  • Bryant & Veroff (2007), Savoring: A New Model of Positive Experience

Häufiger Fehler

Vollständig im Problemlösemodus leben, sodass sogar gute Erlebnisse sofort darauf geprüft werden, was besser sein könnte, was sowohl Genuss als auch Erinnerungswert eliminiert.

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