Investiere in Erlebnisse statt Besitztümer

Erlebnisausgaben erzeugen dauerhafteres Glück als materielle Ausgaben gleicher Höhe.

Why it works

Materielle Anschaffungen passen sich schnell an — das Auto wird einfach nur das Auto, die Kleidung wird zur Grundlinie. Erlebnisse widerstehen Anpassung, weil sie einzigartig, unwiederholbar und eher mit sozialer Verbindung und identitätsrelevantem Engagement verbunden sind. Sie wachsen auch im rückblickenden Wert durch Erinnerung und Erzählung, während Besitztümer an Wert verlieren.

How to do it

  1. Vergleiche bei einer frei verfügbaren Ausgabeentscheidung explizit das Erlebnis-Äquivalent der materiellen Anschaffung.
  2. Gewichte bei der Wahl von Erlebnissen soziale und neuartige Erlebnisse stark — sie widerstehen Anpassung am besten.
  3. Schütze das Geld für zukünftige Erlebnisse davor, in materielle Anschaffungen umgelenkt zu werden.
  4. Investiere nach Erlebnissen Zeit ins Nachdenken und Erzählen — der Erinnerungswert ist Teil des Ertrags.

Evidenz

Mehrere Studien finden, dass Erlebnisausgaben höheres und dauerhafteres Glück erzeugen als materielle Ausgaben, und dass sich materielle Anschaffungen schneller anpassen. (observational)

Der Effekt ist am robustesten für Menschen oberhalb des Existenzminimums; materielle Anschaffungen, die die tägliche Erfahrungsqualität verändern (ein besseres Bett bei Schlafmangel) können starke Glücksinvestitionen sein. Die Regel ist ein Standardfall, keine Absolutheit.

Quellen

  • Van Boven & Gilovich (2003), doing is better than having, Journal of Personality and Social Psychology

Häufiger Fehler

Ein Erlebnis wählen, ihm aber schlecht Aufmerksamkeit schenken — ein abgelenkt konsumiertes Erlebnis liefert weit weniger Glück als eines mit voller Aufmerksamkeit, und kann in solchen Fällen sogar hinter einer materiellen Anschaffung zurückbleiben.

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