Der Inkubations-Spaziergang

Tritt auf einen Spaziergang zurück, damit sich ein feststeckendes Problem von selbst löst.

Why it works

Wenn du auf eine Wand triffst, kann bewusste Anstrengung dich in denselben Sackgassen-Ansatz verstricken. Ein Spaziergang schafft eine Inkubationsperiode: Die Aufmerksamkeit löst sich vom Problem, während unbewusste Verarbeitung weiter Elemente rekombiniert – weshalb Lösungen oft mitten im Spaziergang auftauchen. Gehen ist eine ideale Inkubationsaktivität, weil es den Körper beschäftigt, ohne Fokus zu fordern.

How to do it

  1. Wenn du feststeckst, leg das Problem bewusst beiseite und geh, ohne zu versuchen, die Antwort zu erzwingen.
  2. Lass die Aufmerksamkeit abschweifen; widerstehe dem Drang, den ganzen Weg über am Problem zu mahlen.
  3. Halte eine schnelle Erfassungsmethode bereit für den Moment, in dem eine Idee unaufgefordert auftaucht.

Evidenz

Inkubation – sich von einem Problem zurückzuziehen – ist ein gut untersuchter Effekt, der zuverlässig spätere Lösungsraten verbessert, und wenig anspruchsvolle Aktivität wie Gehen ist eine gute Inkubationsaufgabe. (rct)

Inkubation ist am besten für kreative/Einsichtsprobleme belegt; der spezifische Vorteil von Gehen gegenüber anderen wenig anspruchsvollen Pausen ist eher durch die Geh-Kreativitäts-Forschung als durch direkten Vergleich gestützt.

Quellen

  • Sio & Ormerod (2009), meta-analysis of incubation effects on problem solving, Psychological Bulletin

Häufiger Fehler

Den ganzen Spaziergang damit zu verbringen, bewusst am Problem zu hämmern, was den Punkt zunichtemacht. Inkubation funktioniert durch Loslassen, nicht durch Verlagerung des Grübelns nach draußen.

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