Zum Ideengenerieren gehen (divergentes Denken)

Wenn du viele Optionen brauchst, geh beim Brainstormen.

Why it works

Gehen ist eine niedrigschwellige, automatische Aktivität, die den Körper beschäftigt, während sie den Geist frei zum Wandern lässt, was den fokussierten, filternden Modus lockert, der Ideenfindung einschränkt. Die milde physiologische Erregung und der Strom sich verändernder Reize scheinen assoziatives, divergentes Denken freier fließen zu lassen als Stillsitzen.

How to do it

  1. Nimm das Problem gezielt auf einen Spaziergang, wenn du Menge und Bandbreite an Ideen brauchst.
  2. Lass deinen Geist wandern, statt Struktur zu erzwingen; halte Ideen per Sprachmemo fest, sobald sie kommen.
  3. Warte nicht, „fertig zu denken“, bevor du dich bewegst – geh los und denke unterwegs.

Evidenz

Eine Reihe kontrollierter Experimente fand, dass Gehen die Ausbeute divergenten Denkens im Vergleich zu Sitzen bei der großen Mehrheit der Teilnehmer deutlich erhöhte, drinnen wie draußen gleichermaßen. (rct)

Der Schub ist spezifisch für divergentes (ideengenerierendes) Denken. Gehen half nicht – und kann schaden – bei Aufgaben, die eine einzelne, konvergente, richtige Antwort erfordern.

Quellen

  • Oppezzo & Schwartz (2014), "Give Your Ideas Some Legs", J. Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition

Häufiger Fehler

Einen Spaziergang für Aufgaben zu nutzen, die fokussierte Konvergenz brauchen (endgültige Entscheidungen, präzise Analyse). Gehen ist zum Öffnen von Optionen; kombiniere es mit einer sitzenden Sitzung, um sie einzugrenzen.

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