A — Die Erfahrung zulassen, wie sie ist

Lassen Sie das Präsente hier sein, ohne es wegzudrücken, zu betäuben oder auszuschmücken.

Why it works

Erlebnisvermeidung – der Versuch, unerwünschte innere Zustände zu unterdrücken, zu entkommen oder zu kontrollieren – ist ein transdiagnostischer Mechanismus, der Angst, Depression und traumabezogene Symptome aufrechterhält. Zulassen kehrt das um: Der emotionale Zustand darf existieren, ohne die zusätzliche Widerstandsschicht, die ihn normalerweise verstärkt. Das bedeutet nicht, die Emotion gutzuheißen; es bedeutet, den Kampf gegen das bereits Vorhandene zu entfernen.

How to do it

  1. Sagen Sie sich nach dem Erkennen der Emotion innerlich: "Das ist hier. Ich lasse das hier sein."
  2. Bemerken Sie, ob ein Sog besteht, zu fixen, zu analysieren oder zu entkommen – und lassen Sie auch diesen Sog zu.
  3. Atmen Sie langsam und lassen Sie die Emotion im Körper präsent sein, ohne sie zu kommentieren.
  4. Bleiben Sie 60–90 Sekunden beim Zulassen, bevor Sie zum nächsten Schritt übergehen.

Evidenz

Akzeptanzbasierte Strategien haben durch ACT und DBT starke klinische Studienevidenz, beide zielen auf Erlebnisvermeidung als primären Mechanismus ab. Der Zulassen-Schritt von RAIN operationalisiert diesen Mechanismus in einem Meditationskontext. (clinical)

Die Evidenz gilt für akzeptanzbasierte Therapien als Programme; der Zulassen-Schritt innerhalb von RAIN als eigenständige Intervention wurde nicht erprobt. Bei Trauma kann Zulassen ohne geeignete Unterstützung destabilisierend wirken – professionelle Begleitung kann nötig sein.

Quellen

Häufiger Fehler

Zulassen als verbale Aussage zu performen ("okay, ich lasse das zu") während man innerlich noch verkrampft oder unterdrückt – die Praxis erfordert echtes körperliches Weichwerden, keine kognitive Erklärung.

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