Prüfe deine Motivation vor der Tat

Bemerke, ob du aus echter Fürsorge oder aus Pflichtgefühl handelst — die Emotion hinter der Tat prägt den Nutzen, den du erhältst.

Why it works

Forschung zu intrinsischer versus extrinsischer Motivation zeigt, dass extern erzwungene prosoziale Taten (aus Schuldvermeidung oder um Anerkennung zu erhalten) nicht dieselben Wohlbefindensgewinne bringen wie frei gewählte, intrinsisch motivierte Taten. Die positive Emotion entsteht aus dem Erleben von Selbstwirksamkeit und echter Ausrichtung auf andere, nicht aus der äußeren Form der Tat.

How to do it

  1. Frage dich vor einer geplanten Güte-Tat kurz: "Tue ich das, weil ich es wirklich will, oder weil ich glaube, es zu müssen?"
  2. Wenn Letzteres zutrifft, ordne entweder um (finde einen echten Grund, warum es dir wichtig ist) oder wähle eine andere Tat, die freier gewählt wirkt.
  3. Wenn sich die meisten deiner Taten pflichtgemäß anfühlen, ist das eine nützliche Information — es kann Güte-Erschöpfung oder Überengagement signalisieren.

Evidenz

Forschung zur Selbstbestimmungstheorie findet durchgängig, dass autonomes (intrinsisch motiviertes) prosoziales Verhalten mehr Wohlbefinden für den Geber vorhersagt als kontrolliertes (extrinsisch erzwungenes) prosoziales Verhalten. (observational)

Korrelation zwischen Motivationsart und Wohlbefinden; die kausale Richtung wird durch die SDT-Theorie gestützt, aber der spezifische Güte-Kontext wurde nicht mit zufälliger Zuweisung zur Motivationsbedingung getestet.

Quellen

Häufiger Fehler

Zwanghaft Güte-Taten auszuführen, um Angst davor zu managen, als guter Mensch gesehen zu werden — das ist prosoziales Verhalten im Dienst des Selbstbildes, und es ist erschöpfend statt energiespendend.

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