Erweitere Güte auf Fremde, nicht nur deinen inneren Kreis

Güte-Taten gegenüber Fremden erzeugen oft stärkere Wohlbefindenseffekte als Taten gegenüber Menschen, denen du routinemäßig hilfst.

Why it works

Güte innerhalb enger Beziehungen kann in den Hintergrund relationaler Verpflichtung verschwinden, was ihre Neuheit und damit ihre emotionale Salienz mindert. Taten gegenüber Fremden werden klarer als frei gewählt erlebt, sind jedes Mal neuartiger und aktivieren ein Gefühl sozialer Verbundenheit — die Empfindung, dass die Welt von vertrauenswürdigen Menschen bevölkert ist —, was unabhängig das Wohlbefinden vorhersagt.

How to do it

  1. Widme an deinem Güte-Tag mindestens eine Tat jemandem, zu dem du keine bestehende Beziehung hast.
  2. Halte es einfach: einen Kaffee bezahlen, einem Fremden ein echtes Kompliment machen, mit echter Aufmerksamkeit den Weg erklären, großzügig Trinkgeld geben.
  3. Achte auf die Qualität der Interaktion und aufkommende Verbundenheitsgefühle.

Evidenz

Forschung von Dunn und Kollegen zeigte, dass Geld für andere auszugeben höheres Wohlbefinden erzeugte als Geld für sich selbst auszugeben, und dass Geben an Fremde mindestens genauso lohnend war wie Geben an persönlich bekannte Menschen. (rct)

Die Studie zu prosozialem Ausgeben maß Ausgabeverhalten, nicht spezifisch Verhaltensakte; der Fremden-Effekt lässt sich logisch verallgemeinern, wurde aber nicht direkt in einem nicht-monetären Kontext getestet.

Quellen

Häufiger Fehler

Güte ausschließlich auf bestehende Beziehungen zu beschränken, wo sie Teil des gewöhnlichen Pflichtenmanagements wird statt einer frei gewählten prosozialen Tat.

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