Beziehe Güte-Taten dir selbst gegenüber ein

Die Güte-Architektur, die Wohlbefinden aufbaut, umfasst auch selbstgerichtete Güte — nicht nur die auf andere gerichtete.

Why it works

Forschung zu Selbstmitgefühl zeigt, dass sich selbst mit der gleichen Wärme zu begegnen, die man einem Freund entgegenbringen würde, selbstkritisches Grübeln reduziert — ein großer Bremsklotz für das Wohlbefinden. Selbstgerichtete Taten verankern Güte in einer inneren Haltung der Fürsorge statt in einer Aufführung für andere, was die breitere Güte-Praxis nachhaltiger macht.

How to do it

  1. Beziehe an deinem Güte-Tag mindestens eine Tat ein, die auf dich selbst gerichtet ist: Ruhe ohne Schuldgefühl, eine Mahlzeit zubereiten, die du wirklich genießt, etwas Pflichtgemäßes auslassen, das nichts zurückgibt.
  2. Übe, dir selbst zu sagen, was du einem guten Freund in derselben Situation sagen würdest.
  3. Unterscheide Selbstgüte (echte Fürsorge für die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden) von Selbstnachsicht (kurzfristiger Trost, der dich später etwas kostet).

Evidenz

Kristin Neffs Forschung zu Selbstmitgefühl zeigt, dass selbstgerichtete Güte (sich selbst wie einen guten Freund in Schwierigkeiten zu behandeln) mit geringerer Depression, Angst und Grübeln sowie höherer Lebenszufriedenheit über mehrere Studien hinweg verbunden ist. (observational)

Korrelationsbasiert; einige Selbstmitgefühls-Interventionen haben RCT-Unterstützung, aber die spezifische Integration von Selbstgüte in eine Güte-Praxis wurde nicht direkt getestet.

Quellen

Häufiger Fehler

Selbstgüte als egoistisch zu behandeln und sie daher konsequent aus der Güte-Praxis auszulassen — das erzeugt letztlich Groll, Erschöpfung und eine Erosion echter, auf andere gerichteter Fürsorge.

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