Affektive Prognose: Warum du falsch vorhergesagt hast, wie du dich fühlen würdest

Die Wissenschaft, warum deine Vorhersagen über deine eigenen Gefühle verlässlich falsch sind

Warum sind wir so schlecht darin vorherzusagen, wie wir uns fühlen werden?

Daniel Gilbert und Kollegen zeigten, dass Menschen verlässlich sowohl die Intensität als auch die Dauer ihrer zukünftigen emotionalen Reaktionen falsch einschätzen — sie überschätzen, wie schlecht schlechte Ereignisse und wie gut gute Ereignisse sich anfühlen werden. Der Mechanismus ist der "Impact Bias": Wir fokussieren uns auf das Ereignis und ignorieren die anpassenden Prozesse, die es abmildern werden. Diese Forschung ist gut repliziert und hat direkte Implikationen dafür, wie du Entscheidungen triffst, Gewohnheiten aufbaust und Erwartungen managst.

In "Ins Glück stolpern" und seinem zugrundeliegenden Forschungsprogramm dokumentierte Daniel Gilbert ein systematisches Versagen menschlicher emotionaler Vorhersage: Wir überschätzen durchgehend, wie stark uns zukünftige Ereignisse betreffen werden, in beide Richtungen. Wir überschätzen das Leiden, das ein schlechtes Ergebnis erzeugen wird, und das anhaltende Glück, das ein gutes Ergebnis erzeugen wird. Das psychologische Immunsystem und der "Fokalismus" erklären, warum. Diese Verzerrung zu verstehen, eliminiert sie nicht, aber es ändert, wie du Entscheidungen abwägst, Ziele setzt und deine eigene Motivation interpretierst.

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