Das AAR auf Erfolge anwenden, nicht nur auf Rückschläge

Zu überprüfen, was tatsächlich einen Erfolg verursacht hat, erzeugt replizierbare Einsicht; nur Misserfolge zu überprüfen erzeugt nur Verlustvermeidung.

Why it works

Menschen sind stärker motiviert, Misserfolge zu analysieren als Erfolge, weil negative Ereignisse salienter sind. Dieses systematische Bias bedeutet, dass die Lerndatenbank zu dem verzerrt ist, was zu vermeiden ist, statt zu dem, was zu wiederholen ist. Ein AAR zu einem erfolgreichen Ereignis stellt dieselben vier Fragen: Die konkreten Bedingungen und Entscheidungen zu identifizieren, die zum Ergebnis beitrugen, erzeugt eine Vorlage, die absichtlich nachgebildet werden kann, statt erhofft zu werden.

How to do it

  1. Führe nach jedem ungewöhnlich gut verlaufenen Ereignis dasselbe Vier-Fragen-Format durch.
  2. Ist bei der Lückenanalyse die "Ursache" das, was du getan hast, um mehr als erwartet zu erzeugen — identifiziere es konkret.
  3. Präzisiere in der Nächstes-Mal-Aktion, wie die günstigen Bedingungen absichtlich wiederherzustellen sind.
  4. Baue eine "was funktioniert"-Bibliothek neben der "was ist schiefgelaufen"-Analyse auf.

Evidenz

Forschung zu positiver Ereignis-Rückschau und Stärkenidentifikation stützt den Nutzen systematischer Erfolgsanalyse; positiv-psychologische Interventionen, die Bedingungen für Spitzenleistung identifizieren und replizieren, zeigen Wohlbefindens- und Leistungsgewinne. (observational)

Forschung zu "was lief gut"-Übungen zeigt Stimmungsvorteile; ob systematische Erfolgs-AARs sich direkt in Leistungsreplikation übersetzen, ist weniger erforscht als Misserfolgsrückschau.

Quellen

Häufiger Fehler

Erfolg persönlichen Eigenschaften zuzuschreiben ("ich bin einfach gut darin") statt konkreten Entscheidungen oder Bedingungen, was keine replizierbare Einsicht erzeugt.

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