Die relationale Struktur abbilden, nicht die Oberflächenmerkmale

Frag, welche Beziehungen zwischen Bereichen geteilt werden, nicht nur, welche Objekte ähnlich aussehen.

Why it works

Gentners Struktur-Mapping-Theorie zeigt, dass wirksame Analogien von der Abbildung relationaler Prädikate abhängen (X verursacht Y; X geht Y voraus) statt von Objektattributen (beide sind rund; beide sind groß). Oberflächenmerkmalübereinstimmungen wirken überzeugend, führen aber oft in die Irre; strukturelle Übereinstimmungen sind die, die echte prädiktive Kraft tragen. Wenn du bewusst fragst "welche Beziehungen werden geteilt?" statt "was sieht ähnlich aus?", engagierst du den Teil der Kognition, der verlässlichen bereichsübergreifenden Transfer erzeugt.

How to do it

  1. Identifiziere den Bereich, den du gut verstehst (die "Basis") und den neuen Bereich (das "Ziel").
  2. Schreibe für den Basisbereich die Schlüsselbeziehungen auf: "A verursacht B", "C hängt von D ab."
  3. Frag, ob dieselben Beziehungen im Zielbereich gelten, nicht ob die Objekte ähnlich aussehen.
  4. Schließe nur, dass die Analogie gültig ist, wenn die Beziehungsstruktur abgebildet wird — verwirf sie, wenn nur Oberflächenmerkmale übereinstimmen.

Evidenz

Gentners Struktur-Mapping-Forschung, einschließlich experimenteller Arbeit mit Kindern und Erwachsenen, zeigt, dass relationale Ähnlichkeit analoge Schlussfolgerung verlässlicher antreibt als Oberflächenähnlichkeit. (observational)

Struktur-Mapping beschreibt, wie gute Analogien funktionieren; sie bewusst anzuwenden erfordert Übung und explizites Wissen über die relationale Struktur des Basisbereichs.

Quellen

Häufiger Fehler

Eine Analogie zu akzeptieren, weil sie überzeugend wirkt — meist wegen Oberflächenähnlichkeit —, ohne zu prüfen, ob die zugrunde liegenden Beziehungen tatsächlich geteilt werden.

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