Identitätsbasierte Gewohnheiten

Gewohnheiten an die Person koppeln, die man werden möchte – nicht an das Ergebnis, das man erzielen möchte.

Why it works

Ergebnisbasierte Gewohnheiten («Ich will 10 kg verlieren») sind anfälliger, wenn das Ergebnis ausbleibt oder errreicht wird. Identitätsbasierte Gewohnheiten («Ich bin jemand, der auf seine Gesundheit achtet») schaffen intrinsische Motivation, die unabhängig von Ergebnissen trägt.

How to do it

  1. Fragen: Wer möchte ich durch diese Gewohnheit werden?
  2. Die Gewohnheit als Beweis für die neue Identität rahmen: «Jedes Training ist Beweis dafür, dass ich jemand bin, der trainiert.»
  3. Kleine Gewinne feiern als Identitätsbeweis, nicht nur als Fortschrittsmetriken.
  4. Wenn ein Ausrutscher passiert: die Identität aufrechterhalten – «Ich habe heute verpasst, aber ich bin jemand, der trainiert.»

Evidenz

Identitätsbasierte Motivation überschneidet sich mit Selbstbestimmungstheorie und Forschung zu selbstkonzeptueller Kontinuität; ein kohärentes Selbstbild ist konsistent mit besserer Gewohnheitsaufrechterhaltung verbunden. (observational)

Clears spezifische Identitäts-Gewohnheits-Rahmung ist populär, aber als eigenständige Variable wenig untersucht; das zugrunde liegende Motivationsprinzip ist robuster belegt.

Quellen

  • Bryan et al. (2011), noun vs verb framing and increased voter turnout, PNAS

Häufiger Fehler

Zu spät mit der Identitätsarbeit zu beginnen – auf das Ergebnis zu warten, bevor die Identität angenommen wird. Die Identität kommt zuerst, die Ergebnisse folgen.

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