Implementierungsintentionen
Wann, wo und wie man eine Gewohnheit ausführt, spezifisch festlegen – bevor der Moment kommt.
Why it works
Implementierungsintentionen funktionieren, indem ein Verhaltensplan im Voraus erstellt wird, der den Auslöser (Situation) direkt mit der Reaktion (Handlung) verknüpft. Wenn der Auslöser erscheint, ist die Reaktion bereits geskriptet – kein Entscheidungsaufwand in dem Moment erforderlich.
How to do it
- Das Format: «Wenn [Auslöser], dann werde ich [Handlung].»
- So spezifisch wie möglich sein: Ort, Zeit, Umgebung.
- Für jede neue Gewohnheit eine Implementierungsintention aufschreiben.
- Prüfen, ob die Auslöser tatsächlich im Alltag vorkommen.
Evidenz
Implementierungsintentionen haben eine der stärksten Evidenzbasen in der Verhaltenspsychologie. Eine Meta-Analyse von Gollwitzer und Sheeran (2006) umfasst 94 Studien und berichtet moderate bis große Effekte auf die Zielerreichung. (rct)
Effekte sind am stärksten für einmalige Handlungen; für die Aufrechterhaltung von Gewohnheiten über Wochen und Monate ist die Evidenz gemischter.
Quellen
- Gollwitzer & Sheeran (2006), meta-analysis of implementation intentions (d ≈ 0.65), Advances in Experimental Social Psychology
- Gollwitzer, P. M. (1999). Implementation intentions: Strong effects of simple plans. American Psychologist, 54(7), 493-503.
Häufiger Fehler
Vage Intentionen formulieren: «Ich werde öfter trainieren.» Das ist keine Implementierungsintention.
Übe das mit IX Coach
More practices for Atomic Habits, praktisch erklärt
- Habit Stacking – die Atomic-Habits-Methode
Eine neue Gewohnheit direkt an eine bestehende ankoppeln, um den Auslöser zu nutzen, der bereits zuverlässig ist.
- Die Zwei-Minuten-Regel und nie zweimal verpassen
Jede neue Gewohnheit so verkleinern, dass sie in zwei Minuten erledigt ist – und wenn sie einmal verpasst wird, sicherstellen, dass sie nie zweimal verpasst wird.
- Attraktiver machen durch Temptation Bundling
Eine Pflicht-Gewohnheit mit etwas Angenehmem kombinieren, das nur dann erlaubt ist, wenn die Gewohnheit getan wird.
- Identitätsbasierte Gewohnheiten
Gewohnheiten an die Person koppeln, die man werden möchte – nicht an das Ergebnis, das man erzielen möchte.
- Nie zweimal verpassen: die Quelle der Regel
Einen einzelnen Ausrutscher zulassen, aber ihn niemals zweimal hintereinander geschehen lassen.