Die drei Attributionsdimensionen lernen

Jede Misserfolgserklärung als intern/extern, stabil/instabil und global/spezifisch diagnostizieren — dann fragen, welche Dimension sich verschieben lässt.

Why it works

Weiners Attributionsmodell identifiziert drei unabhängige Dimensionen, die bestimmen, ob eine kausale Erklärung Motivation bewahrt oder untergräbt. Der Ursprungsort (intern vs. extern) beeinflusst Stolz und Scham. Stabilität (stabil vs. instabil) bestimmt, ob das Ergebnis als wiederkehrend erwartet wird. Globalität (global vs. spezifisch) bestimmt, wie viel des eigenen Lebens die Erklärung infiziert. Die schädlichsten Erklärungen sind stabil + global + intern („Ich versage immer bei allem, weil ich unfähig bin“). Eine einzelne Dimension zu verschieben verändert die emotionalen und motivationalen Konsequenzen, ohne dass die anderen mitziehen müssen.

How to do it

  1. Nach einem Rückschlag die erste Erklärung in einem Satz aufschreiben.
  2. Sie auf jeder Dimension einordnen: intern/extern? stabil/instabil? global/spezifisch?
  3. Bestimmen, welche Dimension am schädlichsten ist, und eine alternative Erklärung erzeugen, die genau diese Dimension verändert.
  4. Die Alternative prüfen: ist sie ehrlich? Ist sie weniger katastrophisierend? Welche wird besser von der tatsächlichen Evidenz gestützt?

Evidenz

Weiners Attributionsmodell hat umfangreiche empirische Unterstützung, die Attributionsstil mit akademischer Leistung und Ausdauer verknüpft; das dreidimensionale Modell ist in der Leistungsmotivationsforschung gut etabliert. Abramson, Seligman und Teasdales Reformulierung der erlernten Hilflosigkeit etablierte unabhängig dieselben intern/stabil/global-Dimensionen als die Achsen, die bestimmen, ob sich ein Rückschlag zu Hilflosigkeit generalisiert. (observational)

Attributionsstil ist korrelativ mit Ergebnissen; ob Training bessere Ergebnisse verursacht oder eine Veränderung widerspiegelt, die ohnehin eingetreten wäre, erfordert kausale Evidenz.

Quellen

Häufiger Fehler

Alle drei Dimensionen gleichzeitig zu verschieben — was eine Erklärung erzeugt, die sich so sehr von der ursprünglichen unterscheidet, dass sie unehrlich wirkt und nicht hält.

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