Justieren Sie Ihren egozentrischen Ausgangspunkt

Erwägen Sie aktiv, wie Ihre Botschaft aus einer Perspektive wirkt, die Ihren Kontext nicht teilt.

Why it works

Keysars Arbeit zeigt, dass Kommunikation von einem egozentrischen Anker ausgeht — der eigenen Perspektive — und dass die Anpassung hin zur Perspektive des Zuhörers anstrengend und oft unvollständig ist. Die Korrektur besteht nicht darin, allgemein sensibler zu werden, sondern den Ausgangszustand des Zuhörers vor dem Senden einer Nachricht als konkreten Bezugspunkt aktiv heranzuziehen. Das erfordert, den Kontext der anderen Person als tatsächlich unbekannt zu behandeln, nicht als Variation des eigenen.

How to do it

  1. Fragen Sie sich vor einem wichtigen Gespräch: „Was weiß mein Partner, und was weiß er nicht, wenn er in dieses Gespräch geht?“
  2. Fragen Sie: „Worauf ist mein Partner wahrscheinlich gerade fokussiert — was ist sein Kontext, nicht meiner?“
  3. Entwerfen Sie Ihre Nachricht und lesen Sie sie dann noch einmal, als hätten Sie den Tag, den Sie gerade erlebt haben, nicht gelebt.
  4. Können Sie nicht sicher vorhersagen, wie sie ankommt, fragen Sie nach, statt anzunehmen.

Evidenz

Keysars Forschung zur egozentrischen Kommunikation findet durchgehend, dass Menschen ihr eigenes Wissen als Ausgangspunkt nutzen und sich unzureichend an die andere Perspektive des Zuhörers anpassen, selbst wenn sie ausdrücklich motiviert sind, präzise zu kommunizieren. (rct)

Diese Forschung stammt primär aus referenziellen Kommunikationsaufgaben; ob derselbe Mechanismus Missverständnisse in emotional aufgeladenen Beziehungsgesprächen antreibt, ist plausibel, aber weniger direkt getestet.

Quellen

Häufiger Fehler

Am Ende des Gesprächs zu fragen „Ergab das Sinn?“, statt den Ausgangskontext des Partners davor zu prüfen — dann ist das Missverständnis bereits verankert.

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