Begleitetes Üben mit gezieltem Feedback

Versuchen Sie die Aufgabe selbst, während ein Coach beobachtet und sofortiges, spezifisches Feedback zum Prozess gibt.

Why it works

Unbegleitetes Üben lässt Fehler sich festigen; Feedback muss ankommen, bevor die falsche Vorgehensweise bis zur Automatisierung eingeübt wird. Die Rolle des Coaches in der kognitiven Lehre besteht darin, den Prozess des Lernenden zu beobachten — nicht nur das Ergebnis — und bei Fehlern in Strategie, Überwachung und Selbstkorrektur einzugreifen. Ergebnisorientiertes Feedback („das ist falsch“) bietet keinen Korrekturweg; Prozessfeedback („du hast den Überprüfungsschritt übersprungen“) schon.

How to do it

  1. Versuchen Sie die Zielaufgabe, während der Coach beobachtet, ohne vorschnell einzugreifen.
  2. Bitten Sie den Lernenden, während des Versuchs laut zu denken, damit der Coach den Prozess sehen kann, nicht nur das Ergebnis.
  3. Geben Sie nach dem Versuch Feedback zum frühesten Prozessfehler — nicht nur zum Endfehler.
  4. Lassen Sie den Lernenden den spezifischen fehlgeschlagenen Schritt mit der neuen Information sofort wiederholen.

Evidenz

Prozessorientiertes Feedback übertrifft aufgaben- und leistungsorientiertes Feedback beim Fähigkeitserwerb in der Bildungspsychologie-Forschung. Spezifisches korrigierendes Feedback zählt zu den Interventionen mit den höchsten dokumentierten Effektstärken in Meta-Analysen zu Instruktionstechniken. (observational)

Meta-analytische Effekte umfassen eine breite Palette von Feedback-Arten; Effektstärken für spezifisches Prozessfeedback beim Fähigkeitserwerb sind schwerer isoliert zu betrachten.

Quellen

Häufiger Fehler

Zu früh einzugreifen — den Fehler zu korrigieren, bevor der Lernende die Chance hatte, ihn zu erkennen und möglicherweise selbst zu korrigieren, was die Überwachungsfähigkeit untergräbt, die Coaching eigentlich aufbauen soll.

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