Eine gemeinsame „dritte Geschichte“ aufbauen

Beginne mit einer neutralen Rahmung, die beide Seiten akzeptieren könnten, nicht mit deiner Version der Ereignisse.

Why it works

Mit deiner Geschichte zu beginnen („du hast mich enttäuscht“) lädt zu einer sofortigen Gegengeschichte ein, und das Gespräch wird zu einem Wettstreit der Versionen. Die „dritte Geschichte“ beschreibt den Unterschied selbst, so wie eine neutrale Beobachterin es täte – etwas, dem beide Personen zustimmen können. Dieser gemeinsame Ausgangspunkt verwandelt zwei Gegner in zwei Menschen, die gemeinsam derselben Kluft gegenüberstehen.

How to do it

  1. Rahme die Eröffnung als den Unterschied zwischen euren Sichtweisen, nicht als dein Urteil („Wir sehen diese Frist wirklich unterschiedlich“).
  2. Beschreibe die Situation, wie eine Mediatorin es täte, ohne deine Schlussfolgerung einzuschmuggeln.
  3. Lade dann ihre Sicht ein, bevor du deine darlegst.

Evidenz

Die „dritte Geschichte“ ist eine spezifische Eröffnungstechnik aus dem Harvard-Rahmenwerk, übereinstimmend mit Mediations- und Verhandlungspraxis, Konflikte um gemeinsame Probleme herum umzudeuten. (anecdotal)

Eine Praktikertechnik aus Verhandlungserfahrung statt kontrollierter Studie; eine erzwungene oder unaufrichtige neutrale Rahmung kann manipulativ wirken, wenn die eigene Schlussfolgerung trotzdem durchscheint.

Quellen

Häufiger Fehler

Die eigene Version als „neutral“ zu verkleiden („Lass uns darüber reden, warum du es hast fallen lassen“), was die andere Person sofort als deine Geschichte erkennt, nicht als gemeinsame.

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