Die drei Gespräche entwirren

Trenne, was passiert ist, die Gefühle und die Identitätsfragen – sie sind verwoben und brauchen unterschiedliche Handhabung.

Why it works

Schwierige Gespräche fühlen sich überwältigend an, weil drei getrennte Gespräche gleichzeitig laufen: ein faktisches „was passiert ist“, ein emotionales „was wir fühlen“ und ein inneres „was das über mich sagt“. Zusammengemischt erzeugen sie Lärm. Zu benennen, welche Ebene gerade aktiv ist, lässt dich jede auf ihren eigenen Bedingungen ansprechen, statt die Fakten zu bekämpfen, wenn das eigentliche Problem ein Gefühl oder eine Identitätsbedrohung ist.

How to do it

  1. Schreibe vor dem Gespräch alle drei auf: die strittigen Fakten, die vorhandenen Gefühle und was für dein Selbstbild auf dem Spiel steht.
  2. Bemerke im Moment, von welcher Ebene die Hitze tatsächlich kommt.
  3. Behandle Gefühle als Gefühle und Fakten als Fakten – versuche nicht, eine Identitätsangst mit Daten zu gewinnen.

Evidenz

Das Drei-Gespräche-Modell stammt vom Harvard Negotiation Project und spiegelt Verhandlungs- und Kommunikationstheorie wider; es ist ein strukturiertes Praktiker-Rahmenwerk, kein geprüftes Protokoll. (mechanistic)

Die Zerlegung ist das analytische Modell der Autoren. Ihre Komponenten (Emotion, Identitätsbedrohung) stimmen mit etablierter Psychologie überein, aber das Rahmenwerk als Ganzes ist nicht durch kontrollierte Ergebnisstudien gestützt.

Quellen

Häufiger Fehler

Die Fakten härter zu verteidigen, wenn die andere Person eigentlich auf ein Gefühl oder eine Identitätsbedrohung reagiert, sodass mehr Beweise nur eskalieren.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Schwierige Gespräche, praktisch umgesetzt

Verwandte Konzepte