Nicht anerkannte Trauer, praktisch umgesetzt

Trauer ohne soziale Erlaubnis — und wie Sie die fehlende Unterstützung aufbauen

Was ist nicht anerkannte Trauer und wie geht man damit um?

Nicht anerkannte Trauer, benannt von Kenneth Doka, bezieht sich auf Trauer um Verluste, die sozial nicht anerkannt, öffentlich betrauert oder offen unterstützt werden — der Tod eines Haustiers, einer Ex-Partnerin, eine Fehlgeburt, ein entfremdeter Elternteil oder jede Beziehung, die die Gemeinschaft nicht sanktioniert. Da soziale Unterstützung eine wesentliche Ressource für Trauer ist, verschärft ihr Fehlen den Verlust und kann den Trauerprozess erheblich erschweren.

Nicht jeder Verlust kommt mit einer Trauerurlaubsregelung, einem Auflauf von Nachbarn oder einem kulturellen Skript für das Trauern. Wenn jemand den Tod eines Haustiers, eines früheren Partners, eine Schwangerschaftsloss oder jemanden betrauert, um den er sich kümmerte, ohne rechtlich verwandt zu sein, findet er sich oft unsichtbar wieder. Kenneth Doka prägte 1989 den Begriff „nicht anerkannte Trauer“, um diese Erfahrung zu beschreiben: Trauer, die existiert, aber keine soziale Lizenz hat. Das Konzept hat sich erweitert und umfasst nicht nur nicht anerkannte Beziehungen, sondern auch nicht anerkannte Verluste (einen Job, eine Lebensweise, eine Zukunft, die nicht eintreten wird) und nicht anerkannte Trauernde. Die Nichtanerkennung selbst zu benennen ist oft der erste Schritt zu echter Unterstützung.

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